ABC-Schützen: Schulweg zur Hauptverkehrszeit üben
Meißen, im Juli 2006
Noch denkt kaum jemand an den Beginn der neuen Schuljahrs. Doch Eltern von ABC-Schützen sollten ruhig schon jetzt damit beginnen, mit ihren Kindern den Schulweg zu üben. Darauf weist die Unfallkasse Sachsen hin.
"Gerade für Grundschüler ist der Weg zur Schule und zurück oft ein gefährlicher Parcours - auf zugeparkten, unübersichtlichen Wegen, in Hektik und Lärm," sagt Unfallkassen-Geschäftsführer Günther Schön. Allein im Jahr 2005 hatten in Sachsen rund 750 Grundschüler einen zum Teil schweren Wegeunfall.
Für Schulanfänger ist es besonders wichtig, sich an gefährlichen Stellen wie viel befahrenen oder unübersichtlichen Kreuzungen sicher zu fühlen und zu den Hauptverkehrszeiten dem hohen Fahrzeugaufkommen gewachsen zu sein: "Üben Sie deshalb mit Ihrem Kind den Weg unter realen Bedingungen, also auch morgens im vollen Berufsverkehr", rät Schön. Am späteren Vormittag oder mittags sind die Straßen für ein wirklichkeitsnahes Schulwegtraining oft zu ruhig.
Schulwegtraining: zur Sicherheit das Wichtigste:
- Immer Fußgängerwege und Fußgängerüberwege benutzen,
- Auf dem Gehweg innen gehen, nicht am Straßenrand,
- An der Ampel auf abbiegenden Verkehr achten. Besonders bei Lastkraftwagen Blickkontakt zum Fahrer aufnehmen,
- Am Zebrastreifen Fahrzeuglücken abwarten. Blickkontakt zum Fahrer aufnehmen, erst auf die Straße gehen, wenn die Fahrzeuge stehen,
- Eine Straße nur an übersichtlichen Stellen überqueren,
- Vor dem Überqueren der Straße immer an der Bordsteinkante oder Sichtlinie halten und nach links und rechts schauen, ob Verkehr naht.
Lieber den längeren Schulweg, wenn er sicherer ist
Die kürzeste Strecke vom Elternhaus zum Schultor ist nicht immer die sicherste. Lassen sich mit einem etwas längeren Weg Gefahrenquellen umgehen, sollten Eltern diesen "Umweg" für ihr Kind aussuchen. Auch dieser längere Weg steht unter dem Schutz der gesetzlichen Un-fallversicherung.
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