Frühjahrsputz
Meißen, im März 2006
Fensterputzen, Gardinenwaschen, Staubwischen: Jetzt steht der große Frühjahrsputz an. Entlastung von dieser zeitraubenden Arbeit versprechen Putzhilfen.
Wer einen oder eine dieser fleißigen Helfer beschäftigt, sollten jedoch nicht vergessen, diese zur gesetzlichen Unfallversicherung anzumelden, auch bei nur kurzfristiger Beschäftigung. Dazu sind Arbeitgeber per Gesetz verpflichtet. Wer die Anmeldung "vergisst", riskiert ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro. Darauf weist die Unfallkasse Sachsen hin: "Weder eine private Unfallversicherung noch die Haftpflichtversicherung des Arbeitgebers sind bei Unfällen von Hausangestellten zuständig, das regelt allein die gesetzliche Unfallversicherung", erläutert Unfallkassen-Geschäftsführer Günther Schön.
Anmeldungen nimmt bis zu einem Lohn von monatlich 400 Euro ("geringfügig Beschäftigte") die Minijobzentrale entgegen (www.minijob-zentrale.de, Telefon: 01801 200 504). Bei mehreren Putzjobs werden die Einzellöhne addiert. Beträgt die gesamte Lohnsumme mehr als 400 Euro, muss die Hilfe direkt bei der zuständigen Unfallkasse angemeldet werden. Für den Freistaat Sachsen ist die Unfallkasse Sachsen die richtige Adresse (www.unfallkassesachsen.de, Telefon: 03521-7240).
Im Falle eines Unfalls ist die Unfallkasse für alle Haushaltshilfen, auch für die, die über die Minijobzentrale versichert sind, die richtige Ansprechpartnerin.
Unfälle vermeiden
Tipps für den sicheren Frühjahrsputz:
- Alles Nötige eingekauft? Wer Putzmittel, Lappen, Besen und Bürsten rechtzeitig beschafft, kann entspannt mit der Arbeit beginnen.
- Leitern-Check: eine gute Haushaltsleiter wackelt nicht, hat geriffelte Stufen und eine sicher einrastende Trittfläche. Zwei bis drei Stufen reichen für die üblichen Arbeiten im Haushalt sicher aus.
- gutes Schuhwerk: Fest am Fuß sitzende, flache Schuhe mit Profilsohle schützen vor Ausrutschen und Stolpern.
- Zeitplan: Auch Hausarbeit will gemanagt werden: Also vorher überlegen, wie lange bestimmte Arbeiten dauern, sich nicht zu viel vornehmen und genügend Pausen einplanen.
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Karsten Janz
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