Gefährlich: Zeitdruck auf dem Schulweg
Pro Jahr rund 8.000 Schulwegeunfälle in Sachsen
Meißen, im Januar 2004
Eltern sollten ihre Kinder auf dem Schulweg nicht unter Zeitdruck setzen. Kinder, die ganz pünktlich zum Mittagessen daheim sein müssen, geraten schon durch eine kleine Verspätung in Panik, rennen hektisch nach Hause und achten dadurch zu wenig auf den Straßenverkehr.
"Den morgendlichen Schulweg gehen Kinder meist direkt vom Elternhaus zum Schulgebäude. Auf dem Heimweg jedoch sieht es anders aus. Da hängen die Kleinen ihren Tagträumen nach oder leben hüpfend und rempelnd endlich ihre Lust auf Bewegung aus, die sie beim langen Stillsitzen in der Schule unterdrücken mussten. Schon deshalb sind Kinder auf dem Heimweg am Mittag grundsätzlich stärker Unfall gefährdet als am Morgen", sagt Günther Schön, Geschäftsführer der Unfallkasse Sachsen. Die Unfallkasse ist in Sachsen für die gesetzliche Schülerunfallversicherung zuständig. Ihr werden pro Jahr rund 8.000 Schulwegeunfälle gemeldet.
Eltern sollten nicht mit ihren Kindern schimpfen, wenn sie nach der Schule die Zeit einmal nicht einhalten und zu spät zu Hause eintreffen: "Setzen Sie sich in Ruhe mit den Kindern zusammen und fragen Sie sie nach dem Grund für die Verspätung", appelliert Schön an die elterliche Geduld.
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