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Gefährlicher Bewegungsmangel bei Kindern

Was Eltern in der Wohnung verbessern können

Meißen, im März 2006

Tobende Kinder, fröhlicher Lärm. Zweijährige, die kurz vor Ladenschluss selbstvergessen auf dem Bordstein balancieren, obwohl Mama unbedingt noch einkaufen muss. Viele Eltern treibt das an den Rand des Wahnsinns. Kinder aber brauchen vielfältige Bewegungserfahrungen, um ihre motorischen Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Sinnesorgane zu schulen. Durch Bewegung lernen Kinder ihren eigenen Körper kennen und bilden geistige Fähigkeiten aus.

Enge Stadtwohnung - Null Bewegung?

Enge Stadtwohnungen, dichter Straßenverkehr und phantasielose Spielplätze setzen dem jedoch Grenzen. Aber damit muss sich niemand abfinden: "Auch in der Wohnung können sich Kinder austoben oder ihre Geschicklichkeit üben, ohne dass gleich die Einrichtung leidet", sagt Günther Schön, Geschäftsführer der Unfallkasse Sachsen in Meißen.

Spielideen für drinnen

  • Bierdeckel balancieren: Je nach Entwicklungsstand des Kindes auf der Hand, dem Kopf oder Fuß, dem gekrümmten Rücken oder auf einem Finger.
  • Auf der alten Matratze lässt es sich wunderbar hüpfen oder Kunststücke ausprobieren.
  • Kinder springen von Sesseln, Sofas oder anderen stabilen Gegenständen mit beiden Beinen auf einen weichen Untergrund. Kinder signalisieren meist von selbst, welche Sprunghöhe sie sich zutrauen.
  • Wer hält mit einem Federball- oder Tennisschläger zwei Luftballons in der Luft?

Eltern sind Vorbilder

Eltern sind die wichtigsten Vorbilder für ihre Kinder. Deshalb: Brötchen mit dem Fahrrad holen anstatt mit dem Auto. Anstelle der Rolltreppe die Treppe benutzen. Im Sommer im Garten mitspielen statt zuschauen. Nicht panisch reagieren, wenn das Kind erste Kletterversuche macht.

 

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Die Unfallkasse Sachsen und die Schüler

Bei der Unfallkasse Sachsen sind mehr als 850.000 Schülerinnen und Schüler gesetzlich unfallversichert.
In den letzten Jahren ist die Zahl der Schulunfälle deutlich gestiegen, die auf Übergewicht und mangelnde Bewegung zurückzuführen sind. Vielfach handelt es sich um Unfälle während des Schulsports oder auf dem Schulhof. Auf dem Schulweg stolpern bewegungsunerfahrene Kinder häufiger über ihre eigenen Füße oder den Bordstein als Kinder, die sich austoben können.

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Karsten Janz 
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 
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