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Junge Radfahrer brauchen Begleitung

Erst mit 14 Jahren sind Kinder auf dem Drahtesel sicher

Meißen, im Juni 2006

Schulanfänger und Erstklässler sind im Straßenverkehr physisch und psychisch stark gefordert. Sie sollten deshalb das Fahrrad für den Schulweg nur in Begleitung Erwachsener nutzen. "Dabei sollte das Kind vorne weg fahren, damit der Erwachsene rechtzeitig eingreifen kann, wenn die Situation brenzlig wird"?, rät Günther Schön, Geschäftsführer der Unfallkasse Sachsen.
Selbst Grundschüler, die auf dem Drahtesel sicher wirken, sind im Straßenverkehr oft überfordert. Sie können zum Beispiel noch nicht in eine Richtung sehen und in die andere lenken. Viele Verkehrsregeln sind ihnen noch nicht vertraut. Zudem fordert die Anstrengung, auf dem Sattel zu bleiben, oft ihre ganze Konzentration. "Blitzschnelle Reaktionen auf rasch wechselnde Verkehrssituationen sind dann so gut wie unmöglich", ergänzt Schön.
Rad fahrende Kinder sollten deshalb erst dann allein am Straßenverkehr teilnehmen, wenn sie die Radfahrprüfung in der vierten Klasse bestanden haben. Erst mit 14 Jahren, so die Meinung vieler Verkehrspädagogen, sind Kinder rundum sichere Verkehrsteilnehmer.

Rad fahren lernen - Tipps für Eltern:

  • Lassen Sie Ihr Kind nicht zu früh mit dem Rad fahren. Vorschulkinder können ihr Gleichgewichtsgefühl und ihre Konzentration spielerisch auf Tretroller oder Laufrad trainieren. Diese Geräte sind einfach zu bedienen und überschaubar.
  • Zum Üben - inklusive Zeichen geben und sich umschauen - eignen sich gut Hinterhöfe und andere Plätze abseits des Straßenverkehrs.
  • Üben Sie das Rad fahren regelmäßig mit dem Kind.
  • Kinder, die schon auf dem Gehweg fahren, sollten für das Überqueren von Straßen wissen: Absteigen, nach links und rechts schauen. Kommt kein Auto, das Rad über die Straße schieben.
  • Fahren Sie mehrmals gemeinsam mit ihrem Kind die Strecke zur Schule ab und machen Sie Ihren Sohn oder Ihre Tochter dabei auf Gefahren aufmerksam.
  • "Toter Winkel": Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es sich an Kreuzungen immer seitlich hinter, niemals neben einem LKW oder Bus aufstellt. Bei Pkws ist es sicherer, sich so neben den wartenden Pkw zu stellen, dass der Fahrer das Kind sehen kann. Zeigen Sie Ihrem Kind, das es abwarten muss, bis das rechts abbiegende Fahrzeug ihm die Vorfahrt lässt.
  • Helm auf - gilt auch für Erwachsene!

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