Kinder sind keine Packesel
Schwere Schultaschen führen zu Haltungsschäden
Meißen, im Februar 2005
Fast jeder Grundschüler trägt eine deutlich zu schwere Schultasche auf dem Rücken. Die Folgen sind gerade für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren gravierend: Der Ranzen drückt auf die wachsende und daher anfällige Wirbelsäule und kann so mitverantwortlich sein für eine schlechte Körperhaltung und für Verformungen von Wirbelsäule und Füßen.
"Eltern von Grundschülern sollten deshalb regelmäßig und im Interesse ihrer Kinder prüfen, was sich alles im Ranzen befindet und ob wirklich jedes Buch mit in die Schule muss. Dieser "Ranzen-Check" sollte mindestens einmal pro Woche stattfinden, am besten mit den Kindern zusammen," rät Günther Schön, Geschäftsführer der Unfallkasse Sachsen.
Leichte Taschen
Schon beim Kauf der Schultasche können Eltern etwas für das gesunde Wachstum ihrer Kinder tun: Für Grundschüler reicht meistens ein kleiner, leichter Ranzen mit einem Gewicht von rund 1,2 Kilogramm völlig aus: In einer großen Tasche landen automatisch auch mehr Bücher, Hefte, Maskottchen, Sammelalben und anderes, was ein Kind für die Schule, für Klassenarbeiten und für die Pause als absolut erforderlich ansieht. Für eine gute Haltung ist es außerdem wichtig, dass das Kind die Schultasche auf dem Rücken trägt.
Ranzen: maximal zwölf Prozent des kindlichen Körpergewichts
Die gefüllte Schultasche sollte maximal zwölf Prozent des kindlichen Körpergewichts wiegen. Das heißt, ein 24 bis 28 Kilogramm schweres Kind ist mit einer zwischen 2,9 und 3,4 Kilogramm schweren Tasche völlig "ausgelastet". Bei Kindern zwischen 39 bis 43 Kilogramm sind es 4,7 bis 5,2 Kilogramm.
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