Kinder sollten vor der Schule frühstücken
Hungrige Kinder sind unfallgefährdeter
Meißen, im Januar 2005
Kinder, die ohne Frühstück in die Schule kommen, können sich schlechter konzentrieren und sind daher auch deutlich unfallgefährdeter als Kinder, die vor der Schule zu Hause gegessen haben. Das gilt vor allem auf dem Schulweg und im Straßenverkehr, aber auch in den Pausen, auf dem Schulhof oder im Sportunterricht. Eltern sollten sich deshalb morgens die Zeit nehmen, in Ruhe mit ihren Kindern zu frühstücken und mit einem gesunden Nahrungspolster in den Tag zu starten. Falls die Zeit für ein ausgedehntes gemeinsames Frühstück nicht reicht, sollten die Kinder wenigstens eine Kleinigkeit essen ? und für die Schulpause ein großes "zweites" Frühstück mitbekommen, empfiehlt die Unfallkasse Sachsen.
Knapp die Häfte aller Schulwegeunfäle morgens
Allein im Jahr 2003 wurden der Unfallkasse rund 8.000 Schulwegeunfälle gemeldet, davon passierte fast jeder zweite in den frühen Morgenstunden. Eine der Ursachen dafür ist neben dem hektischen Berufsverkehr in der zunehmenden Zahl von Kindern und Jugendlichen, die hungrig das Haus verlassen. Ihnen gegenüber haben gesättigte Kinder schon früh einen Vorsprung: "Sie sind nicht nur reaktionsschneller und leistungsfähiger in der Schule, sondern fühlen sich auch wesentlich wohler und ausgeglichener, wenn der Start in den Tag nicht schon mit Hektik und Stress begonnen hat und sie in der Familie ein wenn vielleicht auch nur kleines Frühstück zu sich genommen haben," so Unfallkassen-Geschäftsführer Günther Schön.
Schulbrot: Kinder mit entscheiden lassen
Kinder sollten mitentscheiden, was auf´s Schulbrot für die Pause kommt. Dadurch wird es wahrscheinlicher, dass das Schulfrühstück gegessen wird und nicht im Papierkorb landet oder unter der Schulbank vertrocknet. Viele Kinder freuen sich zum Beispiel, wenn zwischen den Brotscheiben (möglichst Vollkorn) mit Wurst oder Käse auch noch ein knackiges Salatblatt steckt oder wenn Mama oder Papa die Clementine schon geschält und geteilt haben. Als "Überraschungen" eignen sich auch Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse, Radieschen, Gurken, Weintrauben oder Apfelscheiben. Ein frisches, leckeres Extra zusätzlich zum Brot als "Pausenbrot-Klassiker" sind Milchprodukte, zum Beispiel wie Joghurt oder Früchtequark.
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