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Mehr als 500.000 Stürze von Haushaltsleitern pro Jahr

Meißen, im Oktober 2005

Gardinen aufhängen, Schränke putzen, Lampenschirme abstauben - eigentlich alltägliche Handgriffe , die es aber in sich haben können: Pro Jahr stürzen rund 536.000 Bundesbürger in ihren eigenen vier Wänden von der Leiter. Schmerzhafte Blutergüsse, Verrenkungen und Prellungen sind die Folgen, aber auch komplizierte Knochenbrüche und lange Krankenhausaufenthalte. Mit rund 87.000 Unfällen sind besonders Seniorinnen häufig betroffen, da sie, trotz abnehmender Körperkräfte, die anstehende Hausarbeit oft alleine bewältigen müssen.

Tipp: Hausarbeit einteilen, sich nicht überfordern

"Viele Stürze lassen sich vermeiden, wenn Hausfrauen und -männer die anstehenden Arbeiten gut einteilen und nicht in Hektik geraten, wenn es mal länger dauert," rät Günther Schön, Geschäftsführer der Unfallkasse Sachsen. Hausarbeit sei eben auch "Arbeit", die ihre Zeit und ihre Pausen brauche und nicht im Vorübergehen zu erledigen sei.
Seniorinnen könnten zudem viel für ihre Sicherheit tun, wenn sie sich, etwa für das Aufhängen der Gardinen oder das Putzen von Küchenoberschränken, eine Hilfe nehmen. Auch bei Nachbarn treffen Bitten um Hilfe meistens auf offene Ohren.    

Haushaltshilfen sind gesetzlich unfallversichert

Erleidet eine Haushaltshilfe während ihrer Tätigkeit einen Unfall, steht sie automatisch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Versicherungsschutz ist für sie kostenlos, da der private Arbeitgeber den Beitrag direkt an die Unfallkasse oder an die Bundesknappschaft (bei Beschäftigung der Hilfe über das Haushaltsscheckverfahren) zahlt. Die gesetzliche Unfallversicherung versorgt die verunglückte Hilfe mit den medizinisch notwendigen Heil- und Rehabilitationsleistungen.

Ansprechpartner für den Freistaat Sachsen ist die Unfallkasse Sachsen.

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Kontakt:

Karsten Janz 
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Telefon +49 3521 724-266 
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