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Schulbeginn 2004: "Bewegung" in die Schultüten!

Frisbee-Scheiben und Jonglierbälle machen Spaß und fördern die Motorik

Meißen, im Juli 2004

Neue Lehrer, neue Mitschüler, neuer Schulweg? Sicher alles ganz spannend, aber was für viele Kinder am ersten Schultag wirklich zählt, ist ihre Schultüte. Sie versüßt ihnen, bunt und prall gefüllt, den Start in den "Ernst des Lebens".
Bei Schokoriegeln, Bonbons und Co. sollte es aber nicht bleiben. Viel mehr Freude und eine bleibende Erinnerung an den großen Tag bieten kleine Spiele, zum Beispiel ein Springseil, eine Frisbee-Scheibe oder Jonglierbälle. "Diese Spiele machen Spaß und fördern die Bewegung," macht Günther Schön, Geschäftsführer der Unfallkasse Sachsen, Lust auf eine "bewegte Schultüte". Eine nette Idee für einen sicheren Schulweg in Herbst und Winter sind Reflektoren für Anorak und Jacke.

Übergewicht rechtzeitig vorbeugen

Der Tipp, Bewegungs- und motorisch ansprechende Spiele in die Schultüte zu stecken, hat einen ernsten Hintergrund: durch langes Sitzen vor Fernseher oder Computer leiden immer mehr Kinder an Bewegungsmangel, sind zu dick und können ihre Bewegungen nur eingeschränkt koordinieren. "Bei uns schlägt sich das seit Jahren in einer Vielzahl von Unfällen bei Schülerinnen und Schülern nieder, besonders in den Schulpausen und beim Schulsport", so Schön.
Die Unfallkasse ist Trägerin der gesetzlichen Schülerunfallversicherung im Freistaat Sachsen und damit zuständig für Schul- und Schulwegeunfälle. Allein im Jahr 2003 hat sie fast 22,5 Millionen Euro ausgegeben, um Unfallfolgen bei Schülern zu heilen.

Vor diesem Hintergrund sollten Eltern den kindlichen Bewegungsdrang auch bei der Gelegenheit "erster Schultag" fördern. Wunder sind davon sicher nicht zu erwarten, aber "je mehr Bewegungsanreize, desto besser", ist Schön überzeugt.

 

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