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Sichere Kinderfahrräder

Jetzt ist die richtige Zeit für einen Check-up

Meißen, im März 2005

Schnee, Eis, Nebel - bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen denkt kaum jemand an das Fahrradfahren. Dabei ist jetzt die Zeit für einen Check-up des Drahtesels, vor allem für das Kinderfahrrad, denn die Kleinen sind meistens die Ersten, die die Frühlingssonne wieder auf den Sattel lockt.

Der Check-up sollte die folgenden Punkte umfassen:

  • Licht:  funktionierende Glühbirnen vorne und hinten, Dynamo liegt fest am Reifen an, Kabel sind intakt. 
  • Elf Reflektoren: je zwei gelbe an den Pedalen, zwei gelbe Rückstrahler je Laufrad, ein weißer vorne, ein roter Großrückstrahler hinten. Zusätzlich ein in das Rücklicht integrierter roter Reflektor. 
  • Lampen und Reflektoren sollten regelmäßig mit dünner Seifenlauge gereinigt werden. 
  • Bremsen: Zwei Bremsen (Hinter- und Vorderrad) liegen optimal am Rad an und packen bei Bedarf kräftig zu. Die Bremsbelege haben ein tiefes Profil. Bremszüge sind ohne Mängel. 
  • Sattelhöhe: Sattelhöhe ist optimal, wenn das Kind mit den Füßen bis auf den Boden kommt und sich sicher abstützen kann. 
  • Klingel: für die Kinderhand gut zu erreichen, hell klingelnd, leichtgängig.
  • Helm: Stirn und Hinterkopf sind bedeckt. Der Helm sitzt weder zu tief im Nacken noch in der Stirn, sondern ein bis zwei Finger breit über den Augenbrauen. Der Kinnriemen ist mäßig, der senkrechte Riemen straff gespannt, damit der Helm nicht auf den Hinterkopf rutscht. Eltern sollten ein gutes Beispiel geben und auch einen Fahrradhelm tragen.

Nach Angaben der Unfallkasse Sachsen sind allein in Jahr 2003 in Sachsen rund 7.400 Schülerinnen und Schüler auf dem Schulweg verunglückt, davon waren etwa ein viertel mit dem Rad unterwegs.
Die Unfallkasse Sachsen appelliert deshalb an die Eltern, ihre Kinder gründlich auf den Straßenverkehr vorzubereiten. Kinder sollten frühestens nach dem Bestehen der Radfahrprüfung in der vierten Klasse allein mit dem Fahrrad zur Schule fahren: "Eigentlich sind Kinder sogar erst mit rund 14 Jahren sichere Radfahrer," schätzt Unfallkassen-Geschäftsführer Günther Schön. "Vorher", so der Unfallexperte, "beherrschen die Kinder zwar ihr Fahrrad schon recht sicher. Das heißt aber nicht, dass sie auch Verkehrssituationen richtig einschätzen und alle Regeln berücksichtigen können."

 

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Karsten Janz 
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