Eltern sollten mit Kindern üben
Meißen, im Januar 2006
Eltern, die ihre Kinder mit dem Straßenverkehr vertraut machen, sollten sie auch auf die Gefahr des toten Winkels hinweisen. Kinder sind besonders gefährdet, von rechts abbiegenden Brummis überrollt zu werden, da die LKW-Fahrer sie wegen ihrer geringen Größen noch leichter übersehen können als Erwachsene. Darauf weist die Unfallkasse Sachsen hin.
Der tote Winkel ist der Bereich auf der rechten Seite des LKW, den der Fahrer nicht einsehen kann. Er sieht durch das rechte Fenster den Raum neben dem Führerhaus und durch den rechten Außenspiegel den Bereich, der sich direkt neben dem Fahrzeug nach hinten erstreckt. Die dazwischen liegende Fläche in der Form eines spitzen Winkels von etwa dreißig Grad übersieht der Fahrer nicht, es sei denn, er hat einen zweiten Außenspiegel. Passanten, die sich im toten Winkel aufhalten, laufen deshalb völlig unerwartet Gefahr, vom rechten Hinterrad des LKWs überrollt zu werden. Die Hinterräder kommen dem Bordstein beim Abbiegen viel näher als die Vorderräder.
Tipps für Eltern:
- Kinder, die an einer Kreuzung geradeaus gehen wollen, sollten sich vergewissern, dass kein LKW neben ihnen steht, der recht abbiegen will.
- Steht ein LKW neben dem Kind, sollte es Blickkontakt mit dem Fahrer aufnehmen, um sicher zu gehen, dass der Fahrer es auch gesehen hat. Dazu kann das Kind auch in den Außenspiegel des LKW schauen.
- Das Kind sollte immer einen genügend großen seitlichen Abstand zu vorbeifahrenden LKWs haben.
Die Unfallkasse appelliert in diesem Zusammenhang auch an die Eltern, ihre Kinder nicht zu früh allein mit dem Fahrrad fahren zu lassen: "Warten Sie die Radfahrprüfung im vierten Schuljahr ab", rät Unfallkassen-Geschäftsführer Günther Schön und ergänzt, das "Kinder sogar erst mit 14 Jahren als sichere Radfahrer gelten."
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