2005 – Das Jahr in Zahlen

i-Punkt Ausgabe 02/2006
Information
Die Unfallzahlen sinken weiter
Für die Bilanz der Unfallkasse Sachsen war das Jahr 2005 erneut sehr erfolgreich. Der rückläufige Trend bei den Arbeits- und Wegeunfällen hat sich auch im Jahr 2005 weiter for tgesetzt. Das Wichtigste finden Sie hier übersichtlich aufbereitet: Eckwerte, Veränderungen, Trends. Detailliertes Zahlenmaterial, untersetzt mit umfangreichen Erläuterungen, können Sie unserem Verwaltungsbericht entnehmen. Quelle: www.unfallkassesachsen.com in der Rubrik „Zahlen, Zahlen“.
Kernzahlen

Allgemeine Unfallversicherung
Mit rund 1,4 Millionen Versicherungsverhältnissen gehört die Unfallkasse Sachsen zu den mitgliederstärksten gesetzlichen Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand. Der Rückgang der Schülerzahlen, der fortschreitende Personalabbau im öffentlichen Dienst und der Einwohnerschwund im Freistaat führten auch 2005 erneut zu einer Verminderung der Versicherungsverhältnisse, die nur noch den Zuwachs bei den Arbeitsgelegenheiten (Ein-Euro-Jobs) kompensiert wurde.
2005 wurden der Unfallkasse Sachsen etwa 14.000 Arbeits- und Wegeunfälle angezeigt. Damit ging deren Zahl um ca. anderthalb Tausend zurück. Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle (Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen) verharrte etwa auf dem Stand des Vorjahres. Damit erreichte diese Zahl erneut einen historischen Tiefststand. Die Tausend-Mann-Quote sank binnen fünf Jahren um die Hälfte. Dass dies so ist, ist zu einem großen Teil den Präventionsaktivitäten der Mitglieder und ihres Unfallversicherungsträgers zu verdanken.
Meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle
Die Entwicklung der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle basiert auf jeweils Tausend Versicherten. Damit lässt sich der Trend unabhängig von der Anzahl der Versichertenverhältnisse ablesen. Erlitten 1998 noch 22 von Tausend Versicherten einen Arbeitsunfall, waren dies im Vorjahr nur noch 9. Ein schöner Erfolg!

Tödliche Unfälle
Leider mussten wir 2005 zehn tödliche Unfälle registrieren.
Berufskrankheiten
Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit stieg 2005 sprunghaft an. Grund: Stichverletzungen im medizinischen Umfeld werden nicht mehr als Unfall, sondern nunmehr als BK registriert. Damit stieg auch der Anteil der Anerkennungen sprunghaft. Nach den Stichverletzungen stellen Hauterkrankungen den größten Anteil sowie Erkrankungen aufgrund mechanischer Einwirkungen, insbesondere Wirbelsäulenerkrankungen. Weitere Schwerpunkte bilden Infektionen und Lärm.

Berufskrankheiten-Anzeigen

Erstmalige Renten
Der Rentenbestand betrug am Ende des Jahres 4.558 Renten. Damit bleibt das Niveau der Vorjahre in etwa erhalten.

Rentenbestand am Ende des Jahres

Entschädigungsausgaben

Schüler-Unfallversicherung
Dieser Versichertengruppe werden außer Schülern der allgemein- und berufsbildenden Schulen auch Kinder beim Besuch von Kindertageseinrichtungen und Studenten zugerechnet.
2005 wurden der Unfallkasse Sachsen 72.592 Schul- und Wegeunfälle gemeldet und damit 6,2% weniger als im Vorjahr. Zwar fällt dieser Rückgang nicht ganz so deutlich aus wie in der Allgemeinen Unfallversicherung, jedoch ist eine Verstetigung dieser Tendenz auch hier erkennbar. Die Zahl der Schulunfälle ging um 4.406 zurück. Der Rückgang der Wegeunfälle betrug 414. Die Meldepflichtigkeit eines Schulunfalls setzt bereits dann ein, wenn ein Arzt in Anspruch genommen wird.
Die Entwicklung der meldepflichtigen Schul- und Wegeunfälle basiert auf jeweils Tausend Versicherten. Damit lässt sich der Trend unabhängig von der stetig sinkenden Anzahl der Versichertenverhältnisse ablesen. Erlitten 1998 noch 90 von Tausend Versicherten einen Schulunfall, waren dies im Jahr 2005 nur noch 71. Damit sanken 2005 die Unfälle bereits zum vierten Mal in Folge.
Tödliche Unfälle
Leider mussten wir 2005 sieben tödliche Unfälle registrieren.
Meldepflichtige Schul- und Wegeunfälle

Erstmalige Renten

Rentenbestand am Ende des Jahres

Entschädigungsausgaben

Haushalt
Das Haushaltsvolumen stieg um rund eine halbe Million Euro auf knapp 76 Millionen. Der Zuwachs basierte auf Mehrausgaben bei den Entschädigungsleistungen. Die positive Entwicklung der Unfallzahlen geschah vornehmlich bei Bagatellfällen. Dagegen stiegen die kostenintensiven Fälle im Leichtund Schwerfallbereich.








