In der Pause „Gipfel“ stürmen

i-Punkt Ausgabe 04/2004
Information
Schulkomplex baute erste Waldheimer Boulder-Kletterwand
An einer Boulderwand wird ohne Seilsicherung geklettert. Zu gefährlich? Aber nein! Denn geklettert oder gebouldert, wie die Experten sagen, wird hier immer quer. Wen die Kräfte verlassen, der springt einfach ab. Da die Fallhöhe fehlt, ist die Benutzung sogar ohne besondere Aufsicht möglich.

- Die Waldheimer lieben ihre Kletterwand
Mit dem Projekt „Natur erleben“ fing alles an. Das Erlebniswochenende im Elbsandsteingebirge wurde für die Waldheimer schnell zur Attraktion. Jährlich fiel eine ausgelassene bewegungshungrige Meute dort ein. Und da Klettern zur Sächsischen Schweiz gehört wie Elbe und Sandstein, war auch das Programm schnell klar. Doch Klettern kann man nicht mit ganzen Klassen. Und so wurde eine Idee geboren, aus der nun Realität wurde: Die eigene Boulderwand.
Wer etwas will, findet auch Wege. Also machte sich Schulleiter Heiko Felgener auf die Suche nach Verbündeten. Geldgeber mussten gefunden, Behörden überzeugt und fleißige Helfer animiert werden. Mehr als ein Jahr hat es gedauert. Eine Woche vor den Sommerferien war es dann so weit: Mit einem kleinen Fest wurde die Wand eingeweiht. Und die kann sich wirklich sehen lassen. Auf 50 Quadratmetern Wandfläche wurden in 500 Löchern mehr als 150 Griffe geschraubt, zudem wurde synthetischer Fallschutz gelegt. Dank des finanziellen Engagements von zahlreichen Privatpersonen, des Kinderschutzbundes, der Stadt und einer Waldheimer Stiftung wurde das Projekt vollkommen ohne staatliche Förderung vollendet. Und damit auch die Sicherheit nicht zu kurz kam, beriet die Unfallkasse Sachsen die Bauherren.
