Der Trend bleibt. Die Unfallzahlen sinken.

i-Punkt Ausgabe 01/2008
Information
2007 – Das Jahr in Zahlen
Die Ergebnisse der Unfallkasse Sachsen für das Jahr 2007 sind erneut erfolgreich. Der rückläufige Trend bei der Summe aller Arbeits- und Wegeunfälle hat sich auch im Jahr 2007 spürbar fortgesetzt. Das Wichtigste finden Sie hier übersichtlich aufbereitet: Eckwerte, Veränderungen, Trends. Detailliertes Zahlenmaterial, untersetzt mit umfangreichen Erläuterungen, können Sie demnächst unserem Verwaltungsbericht entnehmen. Quelle: www.unfallkassesachsen.com in der Rubrik „Zahlen, Zahlen“.
Kernzahlen
Mit fast 1,4 Millionen Versicherungsverhältnissen gehört die Unfallkasse Sachsen zu den mitgliederstärksten Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand. Der Rückgang der Schülerzahlen, der fortschreitende Personalabbau im öffentlichen Dienst und der Einwohnerschwund im Freistaat führten auch 2007 erneut zu einer Verminderung der Versicherungsverhältnisse.
2007 wurden der Unfallkasse Sachsen etwas mehr als 17.000 Arbeits- und Wegeunfälle angezeigt. Damit ging deren Zahl um über zehn Prozent zurück. Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle (Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen) liegt sogar fast 13 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Damit sank ihre Zahl sogar noch unter das Niveau des historischen Tiefststandes von 2005. Die Tausend-Versicherten-Quote (TVQ) ging seit 2000 um die Hälfte zurück. Das, dies so ist, ist zu einem großen Teil den Präventionsaktivitäten unserer Mitglieder zu verdanken und den vielfältigen Anstrengungen der Unfallkasse Sachsen.
Meldepflichtige Arbeits- und Wegeunfälle
Die Entwicklung der meldepflichtigen Arbeits- und Wegeunfälle basiert auf jeweils tausend Versicherten. Damit lässt sich der Trend unabhängig von der Anzahl der Versichertenverhältnisse ablesen. Erlitten 1998 noch 22 von tausend Versicherten einen Arbeitsunfall, waren dies im Vorjahr nur noch 8,5. Ein schöner Erfolg!
Tödliche Unfälle
Leider mussten wir 2007 auch sechs tödliche Unfälle registrieren (2006: 9).
Berufskrankheiten
Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit ging auch 2007 erstmals leicht zurück. Das dennoch hohe Niveau basiert auf der Änderung einer statistischen Größe. Stichverletzungen bei Versicherten im Gesundheitsdienst, welche einer besonderen Infektionsgefahr unterliegen, werden seit 2005 nicht mehr als Unfall sondern als BK gezählt. Nach den Stichverletzungen stellen Hauterkrankungen den größten Anteil sowie Erkrankungen aufgrund mechanischer und chemischer Einwirkungen, insbesondere Rauchgasvergiftungen und Wirbelsäulenerkrankungen. Weitere Schwerpunkte bilden Infektionen und Lärm.

Berufskrankheiten-Anzeigen

Rentenbestand am Ende des Jahres
Der Rentenbestand betrug zum Ende des Jahres 4.633 Renten. Damit bleibt der langfristig sinkende Trend erhalten.
Entschädigungsausgaben


Schülerunfallversicherung
Dieser Versichertengruppe werden außer Schülern der allgemein- und berufsbildenden Schulen auch Kinder beim Besuch von Kindertageseinrichtungen zugerechnet sowie Kinder in Tagespflege und Studenten. 2007 wurden der Unfallkasse Sachsen etwa 68.700 Schul- und Wegeunfälle gemeldet und damit 2 % weniger als im Vorjahr. Damit ist eine Verstetigung der sinkenden Tendenz erkennbar. Erfreulich ist, dass endlich auch die Zahl der Wegeunfälle deutlich abnahm. Dies ist größtenteils dem milden Winter geschuldet. Die Zahl der meldepflichtigen Schulunfälle ging mit 362 nur wenig zurück, da schon wesentlich deutlicher die Wegeunfälle um 1.276. Die Meldepflichtigkeit eines Schulunfalls setzt grundsätzlich dann ein, wenn ein Arzt in Anspruch genommen wird.
Tödliche Unfälle
Leider mussten wir 2007 fünf tödliche Schulunfälle registrieren (2006 : einen).
Meldepflichtige Schul- und Wegeunfälle
Die Entwicklung der meldepflichtigen Schul- und Wegeunfälle basiert auf jeweils tausend Schülern. Damit lässt sich der Trend unabhängig von der stetig sinkenden Anzahl der Versichertenverhältnisse ablesen. Erlitten 1998 noch 90 von tausend Versicherten einen Schulunfall, waren dies im Jahr 2007 nur noch 70. Dabei sank die Schülerzahl stärker als die Unfälle. Folge: die TVQ stieg leicht an.

Rentenbestand am Ende des Jahre
Ein stetiger Zuwachs ist auch künftig zu erwarten, da Schülerrenten meist ein Leben lang gewährt werden.

Entschädigungdausgaben

Haushalt
Das Haushaltsvolumen stieg um fast 1,5 Millionen Euro auf etwa 76,5 Millionen. Alle Beitraggruppen erzielten eine Einnahmeüberschuss. Außerdem fielen die Einnahmen aus Zinsen und Regressansprüchen höher aus. Die Mehreinnahmen flossen in die Rücklage.










