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giftig, ätzend, reizend

i-Punkt Ausgabe 01/2008

Gesundheit

 

Ratgeber für den richtigen Hand- und Hautschutz
Während die Gefahren durch Einatmen mit Messungen der Gefahrstoffkonzentration relativ gut zu beurteilen sind und Verschlucken in der Regel nur infolge von Unachtsamkeit auftritt, ist der Hautkontakt bisher in der Prävention zu wenig berücksichtigt worden. Dies belegen die Berufskrankheiten: Hier stellen Hauterkrankungen die größten Probleme dar.

Ursachen für diese mangelnde Beachtung der Gefährdungen durch Hautkontakt mit Chemikalien sind zum einen Unsicherheiten bei den für den Arbeitsschutz Verantwortlichen innerhalb und außerhalb des Unternehmens und zum anderen die Unwissenheit und/oder Unterschätzung bei den Beschäftigten.

Diese Unsicherheiten rühren vor allem daher, dass keine Grenzwerte für die Hautbelastung existieren, so dass das gesundheitliche Risiko nicht durch das Einhalten oder Überschreiten von bestimmten Werten beurteilt werden kann. Die Einschätzung dieses Risikos erfordert chemischen und oft auch medizinischen Sachverstand, der meist nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist.

Gefährdungsbeurteilung

Bei der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes ist auch der Umgang mit den zu verarbeitenden Produkten zu betrachten. Hinweise auf die Inhaltsstoffe von Produkten zeigen deren Einstufung und Kennzeichnung. Für hautresorptive und sensibilisierende Chemikalien gibt es keine eigenen Gefahrensymbole, lediglich einige Gefahrenhinweise deuten das gesundheitliche Risiko an. Hautschädigende Produkte können deshalb die folgenden Kennzeichnungen tragen:

T giftig C ätzend Xi reizend

Außerdem gibt es Strahlen, die unsere Haut schädigen können. Zudem weisen bestimmte Gefahrenhinweise oder R-Sätze (R steht dabei für Risiko) auf mögliche hautschädigende Eigenschaften hin:

R 21 Gesundheitsschädlich bei Berührung mit der Haut
R 24 Giftig bei Berührung mit der Haut R 35 Verursacht schwere Verätzungen
R 38 Reizt die Haut R 43 Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich
R 66 Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen

Der Gefahrenhinweis R 43 deutet das allergische Risiko eines Produktes (bzw. eines darin enthaltenen Inhaltsstoffes) an. Sensibilisierende Stoffe können je nach persönlicher Veranlagung unterschiedlich schnell und stark allergische Reaktionen auslösen. Besteht erst einmal eine Allergie auf einen bestimmten Stoff, reichen schon Spuren des Stoffes aus, um die Allergie zu „unterhalten“.

Was kann beim Umgang mit hautgefährdenden Produkten geschehen?

Hautgefährdende Produkte können Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten verursachen.

Arbeitsunfälle sind zeitlich begrenzte Ereignisse, die maximal innerhalb einer Arbeitsschicht auftreten können. Wie notwendig Produktkennzeichnungen mit C und Xi sind, zeigen Arbeitsunfälle mit entsprechenden Produkten, z. B. Zement.

Die daraus resultierenden Verätzungen sind unangenehme und langwierige Verletzungen. Insgesamt ist ihre Zahl im Bereich der Unfallversicherungsträger von untergeordneter Bedeutung; Sie helfen jedoch, das Gefährdungspotenzial zu beschreiben.

Berufskrankheiten (BK) sind das Ergebnis einer jahre- bis jahrzehntelangen gesundheitsschädigenden Einwirkung (Latenzzeiten). Das Spektrum der Berufskrankheitenfälle ist daher ein für die Vergangenheit mehr oder weniger repräsentatives Abbild der Gefahren am Arbeitsplatz. Die aktuellen Arbeitsverhältnisse können sich durch technologischen Wandel oder zwischenzeitlich ergriffene Schutzmaßnahmen in ihrem Gefährdungspotenzial anders darstellen. Außerdem dürfen individuelle Krankheitsneigungen und gesundheitsbewusste Lebensweisen nicht unbeachtet bleiben. Zudem nehmen insbesondere Allergien unabhängig vom Alter und Geschlecht in der Bevölkerung zu. Nicht selten ist eine angeborene Neigung der Haut, allergisch zu reagieren, die Grundlage einer späteren Hauterkrankung durch beruflichen Kontakt mit allergisierenden Stoffen.

Welche Hauterkrankungen gibt es?

Unter Hauterkrankungen werden sowohl allergische als auch irritative („Hautreizung“) Ekzeme verstanden. Die allergischen Ekzeme werden durch bestimmte in Produkten enthaltene Stoffe wie z. B. Metallionen (Chromat, Nickel, Kobalt), Gummihilfsstoffe (Thiurame, Carbamate), Amine (Triethylentetramin, Isophorondiamin – beide in Epoxidharzsystemen), Isocyanate (Isophorondiisocyanat – in Polyurethansystemen) usw. ausgelöst.

Daneben führt der Umgang mit bestimmten Produkten zu irritativen Ekzemen. Sie werden ausgelöst durch: einen pH-Wert des zu verarbeitenden Produktes (sauer – niedriger pH oder alkalisch – hoher pH), der sich vom pH-Wert der Haut deutlich unterscheidet, das Auslaugen der Haut aufgrund von Feuchtarbeit, mechanische Beanspruchungen der Haut, z. B. durch Sand, Metall usw. extreme Umgebungstemperaturen (kalt oder heiß, auch Sonnenstrahlen).

In der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) wird die BK 5101 definiert als „Schwere oder wiederholt rückfällige Hauterkrankungen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können.“

Von sehr untergeordneter Bedeutung ist eine weitere BK im Zusammenhang mit der Haut, die mit der Nr. 5102 „Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe“, da sie nur sehr selten vorkommt (< 1 % der angezeigten Berufskrankheiten der Haut). Bei Hautkrankheiten handelt es sich häufig um ein mehrschichtiges Problem: einerseits irritativ und andererseits allergisch bedingt. In der BK-Dokumentation wird nicht zwischen irritativen und allergischen Hauterkrankungen unterteilt. Der Dermatologe dagegen unterscheidet irritative – das akut toxische und das toxisch-degenerative – und allergische Ekzeme. Fraglich ist, ob es sich dabei um zwei unabhängige Probleme handelt.

Lösungsansätze zur Verminderung von Hauterkrankungen

Um Hauterkrankungen zu vermeiden, müssen zielgerichtete Maßnahmen ergriffen werden. Gibt es keine Ersatzprodukte, müssen technische Schutzmaßnahmen Vorrang vor organisatorischen und persönlichen haben.

Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) geben den Stand der sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen, hygienischen sowie arbeitswissenschaftlichen Anforderungen an gefährliche Stoffe hinsichtlich Inverkehrbringen und Umgang wieder. Die „neue“ TRGS 401 „Gefährdungen durch Hautkontakt – Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen“ unterstützt den Unternehmer beim Ermitteln der Informationen, beim Beurteilen der Gefährdung und beim Festlegen von Schutzmaßnahmen sowie beim Planen der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen.

Beim Umgang mit Arbeitsstoffen ist der Haut- und Handschutz ein sehr wichtiges Thema, dessen Bedeutung oftmals unterschätzt wird! Die Haut mit ca. 2 m2 Oberfläche ist das bei weitem größte menschliche Organ. Dabei ist die Hand der Gefahr durch Chemikalien meist am nächsten. Sollte durch technische und organisatorische Maßnahmen eine Gefährdung nicht auszuschließen sein, ist – je nach Gefahr – geeignete persönliche Schutzausrüstung (PSA) auszuwählen, im speziellen Fall also der geeignete Handschuh.

Handschutz

Grundsätzlich muss die Haut, vor allem die Hand, vor dem Kontakt mit Chemikalien geschützt werden. Schutzhandschuhe sind, wie andere PSA, den technischen Arbeitsmitteln gleichgestellt und dürfen nach dem Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie den grundlegenden Anforderungen für Gesundheitsschutz und Sicherheit entsprechen. Dies beinhaltet, dass Schutzhandschuhe mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet sein müssen. Im Normalfall, bei Schutzhandschuhen der Kategorie II, ist dazu eine EGBaumusterprüfung erforderlich.

Von der EG-Baumusterprüfung ausgenommen sind PSA der Kategorie I, z. B. Schutzhandschuhe, die vor oberflächlichen mechanischen Verletzungen schützen sollen, wie Lederhandschuhe. Man geht davon aus, dass der Benutzer die Wirksamkeit gegenüber geringfügigen Risiken selbst beurteilen kann. Das CE-Kennzeichen kann daher vom Hersteller eigenverantwortlich angebracht werden (Selbstzertifizierung). Diese CE-Kennzeichnung bietet aber keine hinreichende Gewähr für normkonforme Schutzhandschuhe. Für Schutzhandschuhe der Kategorie I sollte man sich deshalb unbedingt die EGKonformitätserklärung, welche die Übereinstimmung mit der Richtlinie 89/686/EWG und den harmonisierten Normen EN 420 „Schutzhandschuhe – Allgemeine Anforderungen“ bzw. EN 388 „Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken“ bescheinigt, aushändigen lassen.

Lederhandschuhe

Tab. 1: Chrom VI-Gehalt in Lederhandschuhen
Tab. 1: Chrom VI-Gehalt in Lederhandschuhen

In der Literatur finden sich Hinweise auf mögliche Chromatallergien durch Leder. Ursache hierfür ist die Ledergerbung. Nach der Information „Leder, ein vielseitiges Produkt“ des Bundesverbands Handschutz e.V. werden fast alle Leder (ca. 90 %) chromgegerbt oder in Kombination mit anderen Gerbstoffen (www.bvh.de, Info-Reihe). In Deutschland erfolgt die Einbadgerbung mittels der allein gerberisch wirksamen Chrom(III)-Salze in schwach saurem Milieu. Die Zweibadgerbung mit Chrom(VI)-Salzen, welche im Leder zu Chrom(III)-Salzen reduziert werden, wird besonders in außereuropäischen Ländern angewendet. Da bei diesem Verfahren Restgehalte von Chromaten im Leder verbleiben, können vor allem Billigprodukte die nach EN 420 geforderten Chromatgehalte nicht gewährleisten. Die EN 420 schreibt vor, dass der Gehalt der löslichen Chromate in Lederhandschuhen unter 2 mg/kg liegen muss. Trotzdem werden diese Werte von ausländischen Produzenten nicht erreicht. Dies zeigen auch die nebenstehenden eigenen Untersuchungen CE-gekennzeichneter Lederhandschuhe:

Infolge des Schwitzens ist es zudem möglich, dass sich der pH-Wert des Lederhandschuhes in den alkalischen Bereich verschiebt und dadurch eine Oxidation vom Chrom(III)- zum Chrom(VI)-Ion erfolgt. Nachteilig an den Lederhandschuhen ist daneben der vergleichsweise niedrige Tragekomfort, da sie in der Regel nur in einer Einheitsgröße auf dem Markt angeboten werden – sie passen schlecht und drücken, vor allem im Bereich der Nähte.

Die Vorteile von Lederhandschuhen liegen in der relativ guten Isolierung vor Hitze und Kälte – durch das eingeschlossene Luftpolster zwischen dem dreidimensionalen Fasergeflecht des Leders. Die große innere Oberfläche (Fasergeflecht) kann zudem den Schweiß aufnehmen und nach außen transportieren. Wegen dieser Atmungsaktivität halten Lederhandschuhe aber auch z. B. das alkalihaltige Anmachwasser, vor dem sie beim Umgang mit zementhaltigen Produkten schützen sollen, nicht zurück. Bestechend ist vor allem ihr Preis: außereuropäische Produkte  (z. B. aus China) sind schon für weit unter 1,– € zu erhalten.

Schutzhandschuhe haben den Zweck, die Hand bei den verschiedensten Anforderungen am Arbeitsplatz zu schützen. Um den richtigen Schutzhandschuh auszuwählen, sind zuvor die Gefährdungen arbeitsplatzund tätigkeitsbezogen zu beurteilen, denn den optimalen Schutzhandschuh, der universell schützt, gibt es nicht.

Nitrilbeschichtete Baumwollhandschuhe

Zu den Schutzhandschuhen der Kategorie II, bei denen eine EG-Baumusterprüfung erforderlich ist, gehören mit Nitril beschichtete Baumwollhandschuhe. Die Vorteile der Nitrilhandschuhe gegenüber den traditionellen Lederhandschuhen liegen auf der Hand: chromatfrei, besserer Tragekomfort durch das Angebot unterschiedlicher Größen, dadurch gute Passform und besseres Tastgefühl. Zudem besitzen sie gute mechanische Eigenschaften. Der Preis dieser Nitrilhandschuhe ist mit ca. 2,– € bis 3,– € pro Paar allerdings relativ hoch. Aber nur sie sollten z. B. beim Umgang mit zementhaltigen Produkten auf Bauhöfen verwendet werden.

Chemikalienschutzhandschuhe

Chemikalienschutzhandschuhe unterliegen sogar der Kategorie III – neben einer EGBaumusterprüfung werden hier Stichproben der Handschuhe vom Markt genommen, d. h. es wird nicht nur das eingeschickte Muster untersucht, sondern es erfolgen laufend Qualitätskontrollen.
Bei der Auswahl von Chemikalienschutzhandschuhen stehen im Wesentlichen folgende Materialien zur Auswahl: Naturlatex (NR), Polychloropren (CR), Nitril (NBR), Butyl (JJR), Fluorkautschuk (FKM), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyethylen, Polypropylen. Keines dieser Materialien kann die Hand vor jedem Arbeitsstoff schützen. Jedes Material hat ein spezifisches Leistungsprofil. So schützt Nitril vor vielen anorganischen und organischen Stoffen, allerdings nicht vor chlorierten Kohlenwasserstoffen. Hier schützen oft  Handschuhe aus Fluorkautschuk.

Handschuhe aus Latex schützen vor vielen anorganischen Chemikalien (Säuren, Laugen, Salzlösungen), allerdings nicht vor Ölen und sehr vielen organischen Stoffen. Wegen der im Latex vorhandenen Allergene ist die Verwendung dieses Materials aber in jedem Einzelfall kritisch zu prüfen. Handschuhe aus Polychloropren schützen vor anorganischen Chemikalien und vielen organischen Stoffen, allerdings nicht vor chlorierten Kohlenwasserstoffen.

Leider kann das Tragen von Handschuhen auch zu Problemen führen, insbesonderewenn es sich um luft- und flüssigkeitsdichte Handschuhe wie z. B. Chemikalienschutzhandschuhe handelt. Verursacht werden diese Probleme durch den luftabschließenden Effekt, der zu erhöhter Hauttemperatur, verstärkter Schweißbildung und infolgedessen zur Hauterweichung führen kann. Um die Haut davor zu schützen, sollten beim Tragen von Handschuhen Baumwollunterziehhandschuhe verwendet werden.

Zusätzlich ist es daneben möglich, dass von den Handschuhen selbst eine Gefährdung ausgeht, da im Handschuhmaterial u. U. allergisierende Stoffe enthalten sein können. Die BG BAU hat deshalb eine Liste der gängigen Schutzhandschuhe mit Angabe der potenziellen Allergene erarbeitet. Den von dieser Problematik betroffenen Personen wird damit die Möglichkeit gegeben, gezielt die Handschuhe auszuwählen, die den Stoff, auf den sie allergisch reagieren, nicht enthalten (www.gisbau.de).

Hautschutz

Als zusätzlicher Schutz, vor allem an den Stellen, an denen Handschuhe nicht schützen können, z. B. Unterarme und Gesicht, sollte das 3-Punkte-Programm (spezieller Hautschutz, Hautreinigung und Hautpflege) durchgeführt werden.
Hautschutzsalben sind keine persönlichen Schutzausrüstungen im Sinne des GPSG und dürfen nicht als Ersatz für Schutzhandschuhe eingesetzt werden, denn ihre Anwendung kann eine Gefährdung der Haut nicht verhindern, sondern nur herabsetzen. Der richtig durchgeführte Hautschutz beruht dabei nicht auf einer isolierenden Abdeckung der Haut, sondern auf dem Zusammenwirken von Struktur und Funktion der Haut mit der schützenden Salbe. Es gilt, die Haut zu entlasten, um ihre natürliche Schutzfunktion nicht vorzeitig zu erschöpfen. Dabei ist eine auf den Anwendungszweck abgestimmte Hautschutzsalbe auszuwählen.

Unter Handschuhen werden daneben gerbstoffhaltige Hautschutzsalben empfohlen, um die Hauterweichung zu reduzieren. Hautreinigungsmittel sollten neben einer ausreichenden Reinigungswirkung auch die jeweils bestmögliche Hautverträglichkeit aufweisen. Sie sind nach Art und Grad der Verschmutzung auszuwählen. Durch Hautpflegemittel werden der Haut verlorengegangene Feuchtigkeit und Fettstoffe zugeführt. Regelmäßige Hautpflege nach der Arbeit ist eine wichtige Maßnahme, um die Haut zu regenerieren und Hauterkrankungen zu vermeiden. Der individuelle Hautzustand und die außerberuflichen Umstände spielen für die Entstehung und den Verlauf einer Hautkrankheit eine wichtige Rolle. Produkte wie Physioderm, Lindesa, Mono-Dermin grün, Mono-Dermin plus Bienenwachs, Spezialcreme Penaten C, Ligana HPC, Reinol-P No. 1, Rozalex Lanfree, pr2000, Stokolan, Pevasan Hautpflege, Pevalind-Lotion, Cewi-San S und Cura Skin sind hier beispielsweise geeignet. Die Effizienz von speziellem Hautschutz, schonender Hautreinigung und Hautpflege ist immer dann am größten, wenn diese drei Maßnahmen gemeinsam als vollständiges Programm zur Anwendung kommen.

Eine bewährte und bereits vielfach vollzogene Maßnahme zur praktischen Umsetzung ist die Erstellung von Hautschutzplänen. Ihr Betriebsarzt berät Sie bei der Erstellung von Hautschutzplänen sicherlich gerne. Erleichtert wird Hautschutz durch die Installation von Spendersystemen. Hiermit lassen sich an stark frequentierten Arbeitsplätzen komplette Hautschutzstationen einrichten, die eine gleichermaßen übersichtliche und hygienische Ausgabe mehrerer Produkte ermöglichen.

Noch stehen Hauterkrankungen an der Spitze der Berufskrankheitenliste. Die Reduzierung wird viel Engagement erfordern und sich erst sehr zeitverzögert auswirken. Trotzdem können auch Sie schon heute etwas tun, durch Aufklärung, die Auswahl des richtigen Handschuhes und die Anwendung des Drei-Punkte-Programms (Hautschutz, Hautreinigung, Hautpflege).

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei.

Unter UV-Licht werden Hautschutzlücken sichtbar
Unter UV-Licht werden Hautschutzlücken sichtbar

Mit Pflaster heilen Wunden schneller

Wunden heilen in vielen Fällen besser, wenn sie mit einem Pflaster abgedeckt werden. Die verbreitete Vorstellung, dass sich offene Hautstellen ohne Pflaster schneller schließen, weil Luft an sie rankommt, trifft nicht zu. Die körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungsfunktionen sorgen im Normalfall für ein schnelles Abheilen. Bei kleinen Wunden ist ein Pflaster nicht zwingend notwendig. Allerdings schützen Wundauflagen  vor physikalischen, chemischen und mechanischen Einflüssen von außen. Oft sind Wundschnellverbände antibakteriell beschichtet und verhindern somit eine weitere Infektion der Wunde. Größere Wunden bzw. chronische, schlecht heilende Wunden schließen sich sogar unter speziellen feuchten Wundverbänden besonders gut. Für eine schnelle Wundheilung ist ein starkes Immunsystem Grundvoraussetzung. Eine Impfung gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) ist zur Vorbeugung von Wundinfektionen ebenfalls sehr ratsam.

Sieglinde Ludwig,
Die Autorin ist Leiterin des Geschäftsbereichs Prävention beim Bayer. GUVV.

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