Neue DIN-Kriterien für sicheres Schuhwerk

SiBe Ausgabe 01/2005
Informationen für Sicherheitsbeauftragte
Fußverletzungen gezielt vorbeugen
Verletzungen an Füßen und Fußknöcheln sind nicht nur außerordentlich schmerzhaft, sie bergen auch stets die Gefahr von Langzeitschäden. Bei Arbeitsunfällen sind die Füße mit einem Anteil von fast 20 % am meisten betroffen.Angemessener Fußschutz hilft, Fußverletzungen zu verhindern oder zumindest weniger schwer ausfallen zu lassen.
Die neue internationale Normenreihe DIN EN ISO 20344- 20347 setzt neue, verbesserte Standards für schützendes Schuhwerk. Unter anderem wurden
- die Anforderungen an Brandsohlen verstärkt,
- eine Mindestdicke für Laufsohlen festgelegt,
- eine 15-minütige Prüfung auf Wasserdichtheit festgelegt,
- durchtrittsichere Einlagen festgelegt,
- ein Verbot von toxikologisch relevantem Chrom (VI) in Schuhoberteil, Futter, Lasche und Brandsohle erlassen,
- ergonomische Mindestkriterien aufgestellt.

Die Norm legt bei Fußschutzgeeignetem Schuhwerk drei Kategorien fest, die sich vor allem beim Zehenschutz unterscheiden. Bei Sicherheitsschuhen müssen die Zehenkappen eine Prüfenergie von 200 J unbeschadet überstehen. Die Zehenkappen von Schutzschuhen werden mit 100 J geprüft. Berufsschuhe müssen zwar keine Zehenkappen haben, besitzen aber andere Sicherheitsmerkmale. Andere wichtige Sicherheitsmerkmale sind der Knöchelschutz und durchtrittsichere Sohlen.
Nähere Infos unter: www.din.de
Dort kann die Normenreihe auch direkt beim zuständigen Beuth-Verlag bestellt werden.
