Gesundheitsrisiko: manipulierte Maschinen

SiBe Ausgabe 01/2007
Informationen für Sicherheitsbeauftragte
Arbeitsschutzexperten schlagen Alarm: Manipulierte Schutzeinrichtungen an Maschinen sind eine weit verbreitete Gefahr für Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten.
Ein jetzt veröffentlichter Report des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften kommt zu dem erschreckenden Ergebnis, dass an mindestens 37 Prozent aller stationären Industriemaschinen ständig oder vorübergehend Schutzeinrichtungen unwirksam gemacht werden.
Meist sollen durch die Manipulationen Arbeiten erleichtert oder schneller erledigt werden.
Genaue Zahlen, wie viele Unfallopfer manipulierte Maschinen fordern, gibt es nicht. Allerdings ereigneten sich, so der Report, zwischen 1998 und 2004 mehr als 400 000 Unfälle an vermeintlich fehlerfrei arbeitenden stationären Maschinen.Veraltete Technik ist praktisch nie der Grund für Manipulationen, so der Report weiter. Meist ließen sich technische, organisatorische, psychologische und ergonomische Ursachen feststellen.
Um Manipulationen an Maschinen künftig zu verhindern, so sind die Arbeitsschützer überzeugt, müssen deshalb alle am Arbeitsprozess Beteiligten zusammenwirken:
- Maschinenbauer, Entwickler von Schutzkonzepten und Normensetzer,
- Vorgesetzte und Maschineneinkäufer in den Betrieben,
- Maschinenbediener und natürlich die Sicherheitsbeauftragten vor Ort.
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BGIA „Manipulation von Schutzeinrichtungen“
