Stress lass nach!

SiBe Ausgabe 03/2005
Informationen für Sicherheitsbeauftragte
Tipps für Arbeitnehmer
Arbeit unter Zeitdruck, Mobbing von Kollegen,Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, ständige Überforderung, private Probleme oder mangelnde Planbarkeit der eigenen Arbeit – viele Faktoren können Stress am Arbeitsplatz auslösen.Aber es gibt Strategien, die aus der Stress-Falle herausführen.
Ein ständiger Wechsel von Anspannung und Entspannung, von Aktivität und Ruhe gehört zum Leben. Im Alltag allerdings muss man häufig mehr leisten oder bewältigen, als gut tut. Die Erholungszeit am Abend oder am Wochenende reicht dann nicht mehr aus, die Kräfte zu regenerieren – man fühlt sich gestresst und wird krank.
Betroffene erleben Stress meist unmittelbar als Gefahr für die eigene Gesundheit. Im betrieblichen Alltag gehören Leistungsabfall, erhöhte Unfallgefahr, schlechte Arbeitsatmosphäre, hohe Personalfluktuation und Arbeitsausfälle zu den Folgen – und können zu Kosten in Milliardenhöhe führen, so der Bundesverband der Unfallkassen. Betriebe sollten deshalb im eigenen Interesse Präventionsmaßnahmen treffen. Obwohl Stress eine körperliche Reaktion auf Belastungen mit messbaren hormonellen Veränderungen ist, spielt das eigene Erleben des Betroffenen eine entscheidende Rolle.
Der wichtigste Tipp gegen Stress am Arbeitsplatz ist, das Geschehen selbst aktiv zu steuern:
- Selbstmotivation – was treibt an,was bremst aus?
- Selbstmanagement – Ziele neu justieren und gezielt anstreben
- Selbstorganisation – Arbeitsabläufe und das eigene Netzwerk neu strukturieren
- Falls notwendig: beruflich neu orientieren
Praktische Tipps:
- „Stress und Mobbing a.D.“ (Bayer. GUVV, kostenlos unter Fax-Nr. 089/36093-379)
- „Psychische Belastungen am Arbeits- und Ausbildungsplatz – ein Handbuch“ (www.unfallkassen.de)
