Studie: Reflexionsklassen für Bildschirme zu grob

SiBe Ausgabe 03/2006
Informationen für Sicherheitsbeauftragte
Büroarbeitsplätze sind heute auch Bildschirmarbeitsplätze. Viele Menschen verbringen nicht nur die meisten Arbeitsstunden, sondern auch einen Teil ihrer Freizeit vor dem Computer. Damit Ermüdungserscheinungen, Verspannungen und Kopfschmerzen vorgebeugt wird, sollten ergonomische Bildschirme möglichst blendungsarm sein – das wissen die meisten Benutzer. Eine Untersuchung des Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitsschutz (BGIA) ergab jetzt allerdings, dass sich anhand der Herstellerangaben häufig nicht ausreichend beurteilen lässt, wie blendungsarm ein Bildschirm wirklich ist.

Zur Bewertung störender Reflexionen und Blendungen unterscheiden die Hersteller von Bildschirmen derzeit drei Reflexionsklassen. Im Praxistest stellte sich heraus, dass diese Unterscheidung zu grob ist. Benutzer schätzten z. B. die Qualität von verschiedenen Bildschirmen der besten Reflexionsklasse I – die eigentlich gleichwertig sein sollten – in unterschiedlichen Beleuchtungssituationen höchst unterschiedlich ein. Fazit der Forscher: Nur eine genauere Abstufung der Reflexionsklassen würde dem Anwender die Möglichkeit geben, einen für seinen Fall wirklich geeigneten Bildschirm auszuwählen.
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