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Gefahr für die Venen – Steh- und Sitzberufe

SiBe Ausgabe 02/2008

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

Venöse Durchblutungsstörungen sind Zivilisationskrankheiten, die durch die zahlreichen Steh- und Sitzberufe der modernen Industriegesellschaft begünstigt werden. Jeder dritte Erwachsene, so warnen Experten, ist von venösen Beinbeschwerden bedroht.
Vor allem Beschäftigte, die viel im Büro sitzen oder in Verkauf oder Produktion den ganzen Tag auf den Beinen sein müssen, leiden nach einem langen Arbeitstag unter heißen, schmerzenden Beinen. Solche Beschwerden können auf eine beginnende venöse Durchblutungsstörung hindeuten.

So entstehen Venenerkrankungen
Die Beinvenen müssen das Blut gegen die Schwerkraft zum Herzen befördern. Bewegt man sich zu wenig, nimmt die Muskelmasse ab, und die Venen können nicht mehr genug Druck ausüben, um das Blut zügig zu transportieren.
Angeborene Bindegewebsschwäche kann dieses Problem noch verstärken. Das Resultat:
Der Blutrückstrom aus den Venen wird so verlangsamt, dass das Blut sich stauen kann.
Dadurch weiten sich die Venen,und die Venenklappen lassen sich nicht mehr vollständig schließen – Krampfadern oder sogar lebensgefährliche Thrombosen können entstehen.
Beschäftigte in Stehberufen sind besonders betroffen.Weitere Risikofaktoren für Venenerkrankungen sind langes Sitzen, Übergewicht, Wärmebelastung, enge Schuhe und hohe Absätze sowie das Tragen schwerer Lasten.

So beugen Sie Venenleiden vor

Ausgleichsübungen am Arbeitsplatz, aber auch vernünftiges Verhalten im Privatleben können viel zur Prävention von Venenerkrankungen beitragen. Bewegung fördert eine optimale Durchblutung der Beine, deshalb ist regelmäßiger Ausgleichssport (Schwimmen, Radfahren, Walken oder Golfen) sinnvoll. Ein wenig aus der Mode gekommen,aber gesund, sind kalte Kneippsche Güsse.
Bei langem Stehen wirkt sich schon ein häufiger Wechsel der Körperhaltung positiv aus.Beim Sitzen sollte man die Beine nicht über einen längeren Zeitraum übereinander schlagen oder die Unterschenkel unter den Stuhl ziehen.

Venentraining für zwischendurch
Experten empfehlen, mehrmals täglich Venenübungen in den Arbeitsalltag einzubauen. Jeweils zehn Wiederholungen reichen dabei aus.Wenn möglich, sollte man in den Pausen die Beine einfach mal hochlegen, um Venen und Wirbelsäule zu entlasten.
Bitte beachten Sie: Wurde bereits eine Venenerkrankung diagnostiziert, sollte man jedes Training ausschließlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt durchführen!

Tipps fürs Venentraining:

  • Setzen Sie sich auf einen Hocker oder einen Stuhl. Die Arme hängen locker an der Seite. Stellen Sie beide Beine gleichzeitig auf die Zehenspitzen und zügig wieder auf die Fußsohlen. Diese Übung können Sie auch im Stehen durchführen.
  • Sie setzen sich gerade auf einen Stuhl, spreizen die Beine etwa 20 cm auseinander und lassen die Füße erst nach innen,dann nach außen kreisen.
  • Im Sitzen oder im Liegen können Sie die Waden abwechselnd strecken und anziehen. Ziehen Sie die Fußspitzen so weit wie möglich zum Schienbein und strecken Sie sie dann.

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Venen-Fibel der Deutschen Venen-Liga

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