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Alternatives Betreuungsmodel bei bis zu 50 Beschäftigten

(sog. Unternehmermodell - ab 1.7. 2016)

Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können eine Alternative zur Regelbetreuung wählen, wenn die Unternehmer aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden sind. Dieses sogenannte Unternehmermodell (DGUV Vorschrift 2, § 2 Absatz 4) besteht aus:

  • Motivations- und Informationsmaßnahmen sowie
  • Fortbildungsmaßnahmen für den Unternehmer und
  • bedarfsorientierter Betreuung durch Betriebsarzt und Fachkraft für Arbeitssicherheit.

 

Die Motivations- und Informationsmaßnahmen haben das Ziel, den Unternehmer bei der Integration des Arbeitsschutzes in die betrieblichen Abläufe zu unterstützen. Der Unternehmer soll die notwendigen Maßnahmen im Arbeitsschutz erkennen und bei Bedarf den Betriebsarzt oder die Fachkraft für Arbeitssicherheit hinzuziehen.

 

Voraussetzung für die Teilnahme an den Motivations- und Informationsmaßnahmen ist die Absolvierung einer allgemeinen Informationsveranstaltung zur Organisationsverpflichtung im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie zum Unternehmermodell.

 

Nach dem Abschluss der Motivations- und Informationsmaßnahmen entscheidet der Unternehmer selbst über die Notwendigkeit und das Ausmaß einer externen bedarfsorientierten Betreuung durch Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Grundlage für seine Entscheidung ist die Gefährdungsbeurteilung. Erforderlichenfalls sind bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung der Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit einzubeziehen.

 

Die Anlage 3 der DGUV Vorschrift 2 enthält die vollständige Beschreibung dieser alternativen bedarfsorientierten Betreuung (Unternehmermodell).

 

Hinweis:

Die Wahl des alternativen Betreuungsmodells setzt voraus, dass der Unternehmer „aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist“. Was bedeutet das? Die Ursprünge dieses alternativen Betreuungsmodells (Unternehmermodells) kommen aus Betrieben, in denen z. B. ein Handwerksmeister als Unternehmer selber mitarbeitet und somit eine unmittelbare Nähe zu den Gefährdungen bei der täglichen Arbeit besitzt. Diese Voraussetzung dürfte bei den typischen Betrieben der öffentlichen Hand nicht vorliegen. Eine Behördenleiterin/ ein Behördenleiter oder Bürgermeisterin/ Bürgermeister hat in diesem Zusammenhang eine ganz andere Rolle. Zudem macht das breite Aufgabenspektrum einer Verwaltung, die einen Bauhof, eine Schule, eine Kläranlage etc. betreibt, es nahezu unmöglich, dass ein einzelner aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist.

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