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i-Punkt Ausgabe 01/2005

Bekanntmachung

 

Blinkmuffel gefährden sich und andere
„Kommunikation ist alles“ lautet der Slogan eines Telefonanbieters. Dieser Satz gilt gerade auch für den Straßenverkehr. Autofahrer verständigen sich untereinander durch Lichtzeichen. Mit dem Blinker sollen jedes Abbiegen und jeder Spurwechsel angezeigt werden. Doch die Realität sieht leider oft anders aus: Viele Verkehrsteilnehmer blinken viel zu selten. Damit gefährden sie sich und andere.

blinkendes Auto

Dass es durch Blinkmuffel immer wieder zu Unfällen mit Toten und Verletzten kommt, zeigt die Unfallstatistik. Weil der Fahrer überholt hatte, ohne den nachfolgenden Verkehr zu beachten bzw. ohne rechtzeitig und deutlich sein Ausscheren anzukündigen, ereigneten sich im Jahr 2003 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mehr als 4.200 schwer wiegende Unfälle. Dabei wurden 43 Personen getötet, 558 schwer und 2.681 leicht verletzt.
Der Blinker lässt frühzeitig erkennen, wie sich ein Verkehrsteilnehmer verhalten wird. Missverständnisse und damit auch Unfälle können so vermieden werden. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. und die gewerblichen Berufsgenossenschaften raten, innerorts den Blinker bereits 50 bis 100 Meter vor dem geplanten Richtungswechsel zu setzen, um den nachfolgenden Fahrzeugen ausreichend Zeit zum gefahrlosen Spurenwechsel zu lassen. Auf Autobahnen und Landstraßen sollte ein Richtungs- oder Spurwechsel aufgrund der höheren Geschwindigkeiten entsprechend früher angekündigt werden. Gleiches gilt auch bei hohem Verkehrsaufkommen und schlechten Witterungsverhältnissen.

Beim Richtungs- oder Spurwechsel ist immer Vorsicht geboten. Auch mit Blinker darf man ein solches Manöver nicht erzwingen und andere in Gefahr bringen. Bevor zum Richtungs- oder Fahrbahnwechsel angesetzt wird, ist vielmehr darauf zu achten, dass Lücken ausreichend groß sind.
Auf das Blinkzeichen eines anderen sollten sich Verkehrsteilnehmer nicht blindlings verlassen. Vielmehr ist genau zu beobachten, ob das Fahrzeug auch abbremst und der angezeigten Richtung folgt. Mit Fehlern anderer ist immer zu rechnen. Denn es kann vorkommen, dass ein Fahrer vergisst, den Blinker auszumachen, oder sich im letzten Moment noch anders entscheidet. Fahrer langsamer Gefährte setzen manchmal den rechten Blinker, um zu zeigen, dass überholt werden kann. Auch bei diesem Signal heißt es „Vorsicht“. Wer überholt, muss selbst den Überholweg überblicken können und darf sich nicht auf das Zeichen eines anderen verlassen. Schließlich könnte der rechte Blinker auch bedeuten, dass der Fahrer rechts abbiegen will.

Das Setzen des „Fahrtrichtungsanzeigers“, wie der Blinker offiziell heißt, ist laut Straßenverkehrsordnung Vorschrift. In zehn Paragrafen ist klar geregelt, wann geblinkt werden muss. Die Grundregel lautet: Wer nicht dem natürlichen Verlauf der Fahrbahn folgt, muss anderen Verkehrsteilnehmern durch Blinken rechtzeitig die Änderung der Fahrtrichtung anzeigen. Angekündigt werden muss

  • das Abbiegen,
  • das Folgen einer abknickenden Vorfahrtstraße,
  • das Ausscheren zum Überholen und das Wiedereinordnen,
  • das Ausscheren und Wiedereinordnen, zum Beispiel an einem haltenden Fahrzeug,
  • der Fahrstreifenwechsel,
  • das Einfahren aus einem Grundstück, einem Fußgängerbereich oder einem verkehrsberuhigten Bereich,
  • das Anfahren vom Fahrbahnrand und
  • das Verlassen eines Kreisverkehrs.

Der Blinker muss im Übrigen auch gesetzt werden, wenn die Fahrtrichtung – z. B. durch ein Fahrtrichtungsgebot – vorgeschrieben ist. Beim Einfahren in den Kreisel darf dagegen nicht geblinkt werden. Was für den Blinker gilt, trifft in gleicher Weise auf das Handzeichen von Radfahrern zu. Auch hier heißt es: „Kommunikation ist alles.“ DVR

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