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Gemeinsam fahren, Sprit sparen

i-Punkt Ausgabe 01/2006

Information

 

Gesetzliche Unfallversicherung sichert Fahrgemeinschaften ab
Die Spritpreise steigen. Steuerliche Vergünstigungen für Pendler sollen gestrichen werden. Fahrgemeinschaften bieten Pendlern eine Chance, ihre Kosten zu reduzieren. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag für den Umweltschutz und entlasten die in Stoßzeiten ohnehin überfüllten Straßen.

Im morgendlichen Berufsverkehr bietet sich meist das gleiche Bild: Neben dem Fahrer gibt es kaum weitere Insassen. Nur etwa 1,05 Personen fahren im Schnitt in einem Auto. Durch Fahrgemeinschaften ließen sich erhebliche Einsparungen erzielen. Eine Studie des Institutes für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Wien hat für Österreich errechnet, dass sich dadurch fünf Millionen Pkw-Fahrten einsparen und rund 18.000 Tonnen Luftschadstoffe vermeiden ließen.

Hochgerechnet auf Deutschland hieße das, dass die von Pkw ausgestoßene Schadstoffmenge um 160.000 Tonnen pro Jahr gesenkt werden könnte. In Spitzenzeiten wäre das Verkehrsaufkommen um fünf Prozent geringer. Das volkswirtschaftliche Einsparpotenzial in Deutschland würde pro Jahr etwa 120 Millionen Euro betragen.

Bereits bei einer Pendelstrecke von 25 km (hin und zurück 50 km) können Pendler mit einer Fahrgemeinschaft richtig sparen. Bei zwei Personen, einem Benzinverbrauch von 7 l auf 100 km und einem Spritpreis von 1,40 EUR je Liter sparen beide täglich 2,45 EUR. Bei 20 Arbeitstagen sind dies pro Monat fast 50 EUR. Bei drei Mitfahrern steigt der Spareffekt sogar auf über 65 EUR pro Monat. Und neben den Benzinkosten fallen aufgrund der niedrigeren Laufleistung auch geringere Werkstattkosten an. Reifen und Bremsen würden weniger schnell abgenutzt etc.

Viele Alleinfahrer geben an, niemanden zu kennen, der mitfahren würde, oder sie äußern Bedenken bezüglich Haftung und Versicherung. Früher fanden sich Fahrgemeinschaften meist nur über das schwarze Brett in größeren Unternehmen oder die Pinwand im örtlichen Supermarkt. Heute suchen und finden sich Fahrer und Mitfahrer am einfachsten im Internet. Auf Websites wie www.pendlernetz.de, www.mifaz.de oder www.drive2day.de gibt es die Möglichkeit, sich als Fahrer oder Mitfahrer einzutragen und Kontakt zu anderen zu knüpfen.

Kein Grund zur Sorge besteht bei der Frage, wie es mit der Versicherung der Mitfahrer zu regeln ist. Bei jedem Unfall haftet zunächst einmal die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers – also entweder des Fahrers, der schuldhaft mit dem Wagen der Fahrgemeinschaft kollidiert, oder des Fahrers der Fahrgemeinschaft. Dabei ist es egal, ob es sich um die Fahrt zum Arbeitsplatz oder einen privaten Ausflug handelt.

Fahrgemeinschaften für den Arbeitsweg genießen zudem den besonderen Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung. Sie tritt unabhängig von der Kfz-Haftpflicht für alle Personenschäden ein, die auf dem Weg zur Arbeit passieren, die so genannten Wegeunfälle. Auch wenn vom Arbeitsweg abgewichen wird, um einen Mitfahrer abzuholen oder zurückzubringen, tritt die gesetzliche Unfallversicherung ein. Die Insassen sind also immer versichert. Eine eigene Insassenunfallversicherung ist in der Regel unnötig.

Weitere Details zum gesetzlichen Unfallschutz finden Sie unter www.unfallkassesachsen.com.

Wir sind für Sie da.

Unfallkasse Sachsen
Rosa-Luxemburg-Str. 17a
01662 Meißen

+49 (0)3521 7240
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