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Im Einsatz auf Gewässern

i-Punkt Ausgabe 01/2006

Sicherheit

 

PSA-Beschaffung der Feuerwehren
Beim Einsatz auf oder an Gewässern müssen Feuerwehren Persönliche Schutzausrüstung verfügbar halten. Doch Feuerwehreinsätze verlangen besondere Anforderungen. Ob Schlauchboote oder Schwimmwesten diese auch erfüllen, sollte man bei der Beschaffung unbedingt prüfen.

 

 

Korrekte Kennzeichnung einer Rettungsweste mit 275 N Auftriebskraft
Rettungsweste mit 275N Auftriebskraft

Nach den Jahrhundertfluten 2002 haben zahlreiche Freiwillige Feuerwehren in Sachsen ihre Ausrüstung durch Kleinboote ergänzt. In einigen Feuerwehren konnten wir nicht feststellen, ob die vorhandenen Boote den feuerwehrtechnischen Anforderungen der Unfallverhütungsvorschrift „Feuerwehren“, GUV-VC53, entsprachen, da die erforderliche Kennzeichnung fehlte. So müssen zum Beispiel Kleinboote der Feuerwehr auch im vollgeschlagenen Zustand schwimmfähig und so gestaltet und ausgerüstet sein, dass sie den speziellen Anforderungen bei Feuerwehreinsätzen genügen. Diese Forderung ist erfüllt, wenn Kleinboote der DIN 14961 „Boote für die Feuerwehr“ entsprechen. Diese und weitere Angaben sind entsprechend dieser Norm an den Booten kenntlich zu machen.

Weitaus problematischer ist aber der Umstand, dass bei den durch die Unfallkasse Sachsen durchgeführten Besichtigungen und Beratungen häufig Rettungswesten mit einer Auftriebskraft von 50 oder 100 Newton (nach DIN EN 393 bzw. 395) im Bestand der Feuerwehren vorgefunden wurden, die nicht für den Einsatz der Feuerwehrangehörigen auf Gewässern geeignet waren.

Geeignete Auftriebsmittel zum Schutz gegen Ertrinken sind ohnmachtsichere, selbsttätig wirkende Rettungswesten, deren Auftrieb und Funktion entweder ständig (Feststoff- Auftriebswerkstoff ) oder über ein vollautomatisches Aufblassystem erzeugt wird. Diese Rettungswesten stellen sicher, dass Mund und Nase einer ins Wasser gefallenen bzw. im Wasser liegenden Person, die durch Schock, Ohnmacht oder Erschöpfung bewegungsunfähig ist, aus dem Wasser gehoben und über Wasser gehalten werden.

Beeinträchtigungen und Behinderungen durch die Rettungsweste können vermieden werden, wenn Rettungswesten gewählt werden, die bei geringem Gewicht einen ausreichenden Auftrieb haben, nicht unnötig sperrig sind und freie Beweglichkeit ermöglichen, z.B. vollautomatische Aufblassysteme.

Geeignete Rettungswesten für Feuerwehren

Rettungswesten der Gruppe 150 Newton Auftriebskraft nach DIN EN 396 sind zum Schutz gegen Ertrinken bei üblicher persönlicher Schutzausrüstung der Feuerwehr ausreichend.

Rettungswesten der Gruppe 275 Newton Auftriebskraft nach DIN EN 399 sind erforderlich, wenn von den Feuerwehrangehörigen einsatzbedingt zusätzliche spezielle Schutzausrüstungen getragen werden müssen, z. B. mehrlagige Feuerwehrüberjacke nach HuPf bzw. DIN EN 469 oder Pressluftatmer.

Kontrolle: Entsprechen Boote für Feuerwehreinsätze der DIN 14961?
Boot für Feuerwehreinsatz

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Ertrinken müssen u.a. mit der Benennung der Rettungsweste („Rettungsweste 150 bzw. 275“), der Norm und dem CE-Zeichen sowie Herstellungsdatum gekennzeichnet sein.

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Ertrinken sind entsprechend den Einsatzbedingungen und den betrieblichen Verhältnissen nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jährlich, auf ihren einwandfreien Zustand durch einen Sachkundigen zu prüfen. Über die Prüfung ist ein schriftlicher Nachweis zu führen. Bezüglich der Pflege, Reinigung und Nutzung von Rettungswesten sind die Herstellerangaben zu berücksichtigen.

Wir sind für Sie da.

Unfallkasse Sachsen
Rosa-Luxemburg-Str. 17a
01662 Meißen

+49 (0)3521 7240
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