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Wenn die Ampel traurig guckt ...

i-Punkt Ausgabe 01/2006

Information

 

Landkreise erhalten Lärmanzeiger
Lärm umgibt uns nicht nur an stark befahrenen Straßen und in Industriebetrieben, auch in Schulen und Kindertagesstätten ist der Geräuschpegel oft zu hoch. So empfindet mehr als die Hälfte aller Lehrer/innen und Erzieher/ innen den Lärm an ihrem Arbeitsplatz als belastend. Mögliche Folgen sind psychisch verursachte Befindlichkeitsstörungen und verminderte Arbeitsmotivation bis hin zu Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit. Auch die Kinder können sich schlechter konzentrieren, was zu nachhaltigen Lerndefiziten führen kann.

Viele Unterrichts- und Gruppenräume haben zudem problematische raumakustische Verhältnisse, die lästige Störgeräusche noch verstärken. Bauliche Schallschutzmaßnahmen sind meist aufwendig und werden im Allgemeinen nur bei Umbau- und Sanierungsmaßnahmen realisiert. Was ist ohne oder mit geringem finanziellen Aufwand möglich, um Geräuschpegel in Gruppenräumen zu senken?

Seit einigen Jahren gibt es die „Lärmampel“, die - einer Verkehrsampel nachempfunden - ein Lärmpegelmessgerät enthält. Die Kinder kennen die Verkehrsampel und wissen: Rot ist verboten, Grün ist erlaubt. Bei der Lärmampel wird die Wiedererkennung noch durch eine weitere, den Kindern bekannte Symbolik, durch Smilys, verstärkt. Das Gerät zeigt den Kindern, wenn es zu laut wird, ein rotes, trauriges Gesicht. Damit ist die Lärmampel nicht nur ein Mittel, die Lärmbelastungen erzieherisch zu reduzieren, sondern sie ermöglicht es, als pädagogisches Hilfsmittel eingesetzt, Lärm auf leicht verständliche Weise sichtbar zu machen. Die Empfindlichkeit der Lärmampel ist in einem Bereich von 55 dB(A) bis 80 dB(A) einstellbar und ermöglicht so eine Anpassung an räumliche Gegebenheiten und das individuelle Lärmempfinden. Die Ampel schaltet, wenn die eingestellten Lärmwerte überschritten werden, wie im Straßenverkehr zunächst auf Gelb und dann auf Rot.

Die Unfallkasse Sachsen hat jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt in Sachsen einen dieser wirksamen Lärmminderer an Kindertagesstätten bereitgestellt. Sie können beim jeweiligen Gesundheitsamt ausgeliehen werden. Alle Kontakte finden Sie auf unserer Internetseite. Eine kurze Einführung in die Lärmproblematik und Hinweise zum praktischen Umgang erleichtern den Erzieherinnen den Einsatz der Lärmampel. Berichte belegen, dass die Lärmampel bei den Kindern eine Selbstregulierung auslöst, die zur merklichen Senkung der Geräuschpegel in Gruppenräumen führt.

Fazit:
Der Einsatz von Lärmampeln in Gruppenräumen hilft, die durch die Kinder verursachten Geräuschpegel zu senken.

Noch Fragen: kirsten@unfallkassesachsen.com oder Tel. (0 35 21) 72 43 19

Wir sind für Sie da.

Unfallkasse Sachsen
Rosa-Luxemburg-Str. 17a
01662 Meißen

+49 (0)3521 7240
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