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Frau Müller, Besuch für Sie.

i-Punkt Ausgabe 03/2006

Information

 

Neuorganisation der Betreuung am Krankenbett
Die Unfallkasse Sachsen ist für Sie da, wenn Sie uns brauchen. Stellen Sie sich vor, Sie erlitten einen schweren Arbeitsunfall und liegen im Krankenhaus. Ängste und Ungewissheit lassen Sie zweifeln: „Wie geht es nun weiter?“.

Damit Sie und/oder Ihre Angehörigen eine Antwort auf diese Frage bekommen, wurde am 01. Juli 2005 der Besuchsdienst für Unfallverletzte der gesetzlichen Unfallversicherung neu geregelt. Ab diesem Zeitpunkt wurde das sogenannte Sammelbesuchsverfahren beendet. Aufgrund dessen wird zwischen Regelund Anlassbesuchskrankenhäusern unterschieden mit dem Ziel, schwer verletzte Versicherte nach Arbeits- und Wegeunfällen oder bei Berufskrankheiten möglichst früh zu beraten und zu betreuen. Als Regelbesuchskrankenhäuser werden Einrichtungen definiert, welche pro Jahr mehr als 100 schwer verletzte  ersicherte der gesetzlichen Unfallversicherung im Verletztenartenverfahren betreuen. Als Anlasskrankenhäuser wurden diejenigen Krankenhäuser definiert, welche weniger als 100 Versicherte im Rahmen des Verletztenartenverfahrens pro Jahr behandeln.

Was soll die Neuorganisation bringen?

  1. Frühe berufliche und soziale Eingliederung des Versicherten
  2. Erhalt des Arbeitsplatzes mit allen geeigneten Mitteln
  3. Erhöhung der Zahl der Versichertenkontakte
  4. Bessere Nutzung der Personalressourcen der Unfallversicherungsträger
  5. Mehr Akzeptanz durch die Ärzte
  6. Verkürzung der Laufzeiten der zu erstellenden Berichte
  7. Der Unfallversicherungsträger soll durch Präsenz vor Ort seinem gesetzlichen Auftrag besser als bisher nachkommen und den Aufgabenbereich der gesetzlichen Unfallversicherung gegenüber den Versicherten erläutern.

Um diese Zielsetzung verwirklichen zu können, wurden die bundesweit existierenden Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen, in denen Versicherte aufgrund von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten versorgt werden, unter den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern (Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand, z. B. Unfallkasse Sachsen, Gewerbliche Berufsgenossenschaften und der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft) aufgeteilt.
Das heißt, jedes zum Verletzungsartenverfahren zugelassene Krankenhaus hat einen gesetzlichen Unfallversicherungsträger als konkreten Ansprechpartner. Dieser ist für die Erstbetreuung der im Krankenhaus aufgenommenen Versicherten der gesetzlichen Unfallversicherung zuständig und steht dem Krankenhaus bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Als Ansprechpartner und Berater fungieren besonders ausgebildete Rehabilitationsberater/innen der Unfallversicherungsträger.

Vorteil für den Versicherten ist der Erhalt frühzeitiger Auskunft und Beratung über seine Situation, seine Ansprechpartner und den Ablauf des Rehabilitationsverfahrens. Für das Krankenhaus ergibt sich die Möglichkeit, schnelle und unbürokratische Entscheidungen von Seiten des gesetzlichen Unfallversicherungsträgers zu erhalten.

Die Unfallkasse Sachsen betreut im Rahmen des Regelbesuchsdienstes den Standort Meißen der Elblandkliniken Meißen-Radebeul GmbH & Co. KG und im Rahmen des Modellprojektes „Zusammenarbeit mit den Kliniksozialdiensten“ als Anlasskrankenhaus das Städtische Krankenhaus Dresden-Neustadt.

Das Regelbesuchsverfahren

Mit den betreuten Rehabilitationseinrichtungen ist ein Termin pro Woche vereinbart, wann der Besuchsdienst stattfindet. Dieser Termin ist gut erkennbar im Krankenhaus ausgehängt. Die stationär aufgenommenen Versicherten bekommen während des Besuchsdienstes Informationen über die gesetzliche Unfallversicherung und deren Leistungen. Es werden Anträge entgegengenommen und an den zuständigen Träger weitergeleitet, ohne dass der Versicherte selbst tätig werden muss. Der zuständige Rehabilitationsberater erhält durch die medizinische Leitung der Klinik die Information, welche Versicherten sich gerade in stationärer Behandlung im Krankenhaus befinden, und sucht diese dann auf.

Im Rahmen dieses Gespräches wird unter Hinzuziehung der behandelnden Ärzte geklärt, welche Diagnose beim Versicherten vorliegt, ob Komplikationen aufgetreten sind, welche weiteren Rehabilitationsmaßnahmen, z. B. berufsgenossenschaftliche stationäre Weiterbehandlung oder erweiterte ambulante Physiotherapie, geplant sind. Weiterhin wird geklärt, ob seitens des Versicherten Probleme bzw. Hindernisse bestehen und wann dieser aus der stationären Behandlung entlassen wird.

Dann kann z. B. häusliche Krankenpflege veranlasst werden oder entsprechende Hilfsmittel werden bereitgestellt, um den Alltag nach der stationären Behandlung behindertengerecht zu meistern. Weiterhin wird ermittelt, welchen Beruf bzw. welche Tätigkeit der Versicherte vor dem Unfallereignis ausgeübt hat, um zeitnah die Wiedereingliederung in den Betrieb durch geeignete Unterstützung vom Rehabilitationsberater, z. B. in Form von unfallbedingten notwendigen Anpassungsmaßnahmen am bisherigen Arbeitsplatz, zu erhalten.

Nachdem dieser Bericht erstellt wurde, wird dieser sofort dem zuständigen Unfallversicherungsträger zugeleitet, damit dieser über den Gesundheitszustand seines Versicherten informiert ist und zeitnah entsprechende Maßnahmen veranlassen kann. Die Gespräche  dauern in der Regel 30 Minuten und werden von den Versicherten dankbar angenommen, da sie wissen, dass sie von den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern bei  ihrem Heilungsprozess unterstützt werden.

Die Unfallkasse Sachsen hat mit dem Kliniksozialdienst des Krankenhauses Dresden-Neustadt sehr gute Erfahrungen gemacht und wird den Kliniksozialdienst auch weiterhin bei der Betreuung der Versicherten hilfreich unterstützen. Mit dieser Neuorganisation wird sich der Bekanntheitsgrad der gesetzlichen Unfallversicherung erheblich steigern und dem Versicherten die Angst genommen, aufgrund eines Arbeitsunfalles auf sich allein gestellt zu sein.


Kai Jurig

Noch Fragen: jurig@unfallkassesachsen.com oder Tel. (0 35 21) 72 42 42

Anett Schnege
Rehabilitationsberaterin

Noch Fragen: schnege@unfallkassesachsen.com oder Tel. (0 35 21) 72 42 95

Wir sind für Sie da.

Unfallkasse Sachsen
Rosa-Luxemburg-Str. 17a
01662 Meißen

+49 (0)3521 7240
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