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Gesundheitssport. Der Weg ist das Ziel.

i-Punkt Ausgabe 04/2004

Gesundheit

 

Neue gesundheitsorientierte Sportprogramme bieten Sport für jedermann
Ob Krankenkassen, Sportvereine oder Fitness-Studios, Angebote zum Gesundheitssport gibt’s fast an jeder Ecke. Dabei sind diese Sportprogramme oft beides: Ausgleich zum Berufsalltag und sinnvolle Freizeitgestaltung. Gesundheitssport lässt Raum für Freude und Freunde – ohne Leistungsdruck. Denn wo Sport als weiteres „Muss“ angesehen wird, hemmt er gesundheitliche Kräfte schneller als man glaubt. Ist Gesundheitssport nur ein neuer Trend oder steckt mehr dahinter?

Erlaubt ist, was gefällt

Die Ziele im Gesundheitssport sind vielfältig. Hier sind der Weg, aber auch die erlaubten Umwege das Ziel. Jedes Ausprobieren, jede Anstrengung und Erleichterung, jede Erfahrung, jede Verbesserung des Wohlbefindens, jede Freue über ein erreichtes Ziel finden im Gesundheitssport ihren willkommenen Raum.
Da extreme Belastungen vermieden werden, ist die Verletzungsgefahr gering. Freude und Freiwilligkeit sind die besten und dauerhaftesten Motivatoren. Wer nicht in einer Sache perfekt sein muss, kann Unterschiedliches ausprobieren. Gesundheitssport kann jeder Mensch in jedem Alter ausprobieren.

Sport ist immer nur so gesund, wie man ihn betreibt. Jeder auch noch so gesunde Sport, kann - auf extreme Art und Weise betrieben - in seiner gesundheitlichen Wirkung ins Gegenteil umschlagen.

Der Mensch ist ein Bewegungstier

Nordic Walking ist ein idealer Gesundheitssport
Familie beim Nordic Walking

Unser Körper ist für ein Leben mit Bewegung programmiert. „Sich regen bringt Segen“ - Diese alte Weisheit spiegelt das uralte Bedürfnis des Menschen nach Bewegung wider. Und sie ist aktueller denn je, denn die meisten von uns verbringen den größten Teil des Tages im Sitzen. Als unsereins noch Jäger und Sammler war, lief man stolze 20 – 40 Kilometer am Tag. Heute legt ein Angestellter im Innendienst noch schlappe 400 – 700 Meter zurück. Der Sportmediziner Klaus Völker fand heraus, dass gerade noch 7 % aller Berufe überhaupt mit Bewegung zu tun haben. Damit bewegen wir uns heute um zwei Drittel weniger als vor 100 Jahren.

Ohne Bewegung jedoch können sich unser Skelett, die Muskulatur und die inneren Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Langsam, aber sicher degeneriert unser Körper. Wir werden anfälliger für Krankheiten und erholen uns schlechter von Belastungen. Im Stuhl sitzend lassen wir unsere 500 Muskeln verkümmern.

Viele Zivilisationskrankheiten sind auch auf Bewegungsmangel zurückzuführen. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Übergewicht oder chronische Rückenbeschwerden. Die meisten Menschen wissen, dass sie sich zu wenig bewegen. Doch scheinen sich regelmäßige sportliche Aktivitäten nur schwer in den Alltag integrieren zu lassen.

Wer rastet, der rostet

Eine kräftige Bauchmuskulatur schützt die Wirbelsäule vor Beschwerden
Frau beim Bauchmuskeltraining

Vom 30. Lebensjahr an verliert der Mensch pro Lebensjahrzehnt drei Kilogramm Muskelmasse. Anstelle der Muskeln wird Fett eingelagert. Die Konsequenz: Der älter werdende Mensch nimmt zu, auch wenn er nicht mehr isst als vorher. Es sei denn, die Muskeln werden trainiert. Das sieht nicht nur besser aus, sondern bringt auch eine ganze Menge für die Gesundheit. Muskeln, die regelmäßig gekräftigt werden, bewirken zum Beispiel eine aufrechte Haltung, schützen die Wirbelsäule vor Beschwerden und die Kniegelenke vor zu starken Belastungen.

Durch sportliche Aktivität kann einem Leistungsabbau gezielt entgegengewirkt werden. Wird kontinuierlich Sport getrieben, ist es möglich, das Leistungsniveau eines 40-Jährigen noch mindestens 20 Jahre aufrechtzuerhalten.

Weniger ist oft mehr

Ausdauersport ist auch deshalb gut, weil man sich dafür Zeit lassen muss.
Alte Leute beim Joggen

Sportwissenschaftler empfehlen sanftes Ausdauertraining. Übrigens: Der beste Fettverbrenner. Und dabei muss niemand Höchstleistungen erbringen. Zwei- bis dreimal in der Woche eine halbe Stunde Sport, das reicht, um Herz, Kreislauf und Muskeln zu stärken. Zu hohe Belastungen wirken sich dagegen schädlich auf den gesamtem Organismus aus. Weniger bringt mehr. Dieses Motto gilt für alle, die durch Sport und Bewegung Pfunde verlieren und ihre Fitness stärken wollen. Denn es kommt nicht nur darauf an, wie viel Energie während des Sports verbraucht wird, sondern auch darauf, aus welchen Speichern diese Energie genommen wird. Wer seine Ausdauer ganz sanft trainiert und dabei nicht übertreibt, sorgt dafür, dass die freigesetzte Energie auch wirklich aus den Fettdepots kommt.
Tipp: Langsam angehen lassen und zwischendurch den Puls kontrollieren. Wenn er über 130 steigt, empfiehlt es sich, „einen Gang zurückzuschalten“.

Ein guter Gradmesser für das richtige Tempo ist, wenn man sich während des Laufens ohne Anstrengung in kurzen Sätzen mit seinem Partner unterhalten kann. Untrainierte verbrennen sogar beim schnellen Spazierengehen mehr Fett als beim Joggen, da sie das länger durchhalten und der Fettstoffwechsel erst nach ca. 30 Minuten richtig anspringt. (Fette verbrennen im Feuer der Kohlenhydrate.) Deshalb wird auch geraten, als Anfänger besser zu walken statt zu joggen und beim Radeln flache Strecken zu bevorzugen, dafür aber regelmäßig zu trainieren.

Mit Bonus und Siegel

Gütesiegel des Deutschen Sportbundes für Gesundheitsprogramme mit Qualität
Gütesiegel des Deutschen Sportbundes für Gesundheitsprogramme mit Qualität

Der Deutsche Sportbund hat in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer für spezielle Gesundheitsprogramme ein Qualitätssiegel entwickelt. Mit diesem Siegel verpflichten sich die Vereine und Verbände, die hohe Qualität ihrer Gesundheitsangebote nach gemeinsamen verbindlichen Grundsätzen sicherzustellen.

Seit Jahresbeginn ist es den Krankenkassen möglich, Bonuspunkte für gesundheitsbewusstes Verhalten zu vergeben. Versicherte können beispielsweise durch den Nachweis über eine regelmäßige sportliche Betätigung, vorzugsweise in einem Sportverein, Punkte sammeln und gegen wertvolle Prämien eintauschen. Informieren Sie sich doch mal bei Ihrer Kasse.

Finden Sie selbst heraus, welche Sportart zu Ihnen passt und wie Sie Bewegung zu einem regelmäßigen Bestandteil in Ihrem Leben machen können. Tun Sie Ihrem Rücken etwas Gutes. Schon kleine Veränderungen in den Sitz-, Steh-, Liege- und Tragegewohnheiten können dazu beitragen, Rückenschmerzen durch ungünstige Körperhaltung zu vermeiden.

Wer Sport gern in einer festen Gruppe oder in einem Kurs betreiben möchte, kann sich nach einem Vereinsangebot erkundigen. Wählen Sie ein Angebot, das mit dem Sport- Pro-Gesundheits-Logo ausgezeichnet wurde, dem Qualitätssiegel für Gesundheitssport im Verein. Im Internet finden Sie eine Auswahl solcher Gesundheitssportangebote auch für Ihre Region.

Auszugsweiser Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des DSB (Quelle: www.sportprogesundheit.de.)

Hier finden Sie auch für sich Gesundheitssportangebote:

Frau beim Krafttraining

 

www.pluspunkt-gesundheit.de oder
www.bkk-ost.de oder
www.sportprogesundheit.de.

 

 

 

Die Ziele im Gesundheitssport

  • Herausbildung eines gesunden Lebensstils (Motivation zum regelmäßigen Sporttreiben)
  • Stärkung von physischen Gesundheitsressourcen (Verbesserung und Erhalt der Fitness)
  • Stärkung von psycho-sozialen Ressourcen und Wohlbefinden (Schulung der Körperwahrnehmung, Entspannung, Erleben von sozialer Einbindung)
  • Verminderung von Risikofaktoren (Verringerung von Übergewicht, Bluthochdruck)
  • Bewältigung von Beschwerden und Missbefinden (Minderung von Verspannungen, Rückenproblemen)

Wir sind für Sie da.

Unfallkasse Sachsen
Rosa-Luxemburg-Str. 17a
01662 Meißen

+49 (0)3521 7240
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