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„Wasserdoktor“ Kneipp

i-Punkt Ausgabe 04/2004

Gesundheit

 

Fünf Dinge braucht Gesundheit
Kinder lieben es, im Wasser zu planschen, egal ob warm oder kalt. Um den jüngsten Nachwuchs müssen sich die mehr als 66 Kneipp- Vereine Deutschlands denn auch am wenigsten sorgen. Schon eher über die moderne Wellness-Konkurrenz, Ayurveda und Thalasso. Kein Wunder also, dass man bemüht ist, das verstaubte Kachel-Badezuber-Immage der 100-jährigen Therapie abzuschütteln. Dabei vereint die Lehre alles, was wir heute von gesunder Lebensweise erwarten.

Es begann mit einem Selbstversuch

Wie so viele Gelehrte entwickelte auch Sebastian Kneipp seine Erkenntnisse durch Beobachten und Probieren. 24-jährig erkrankte er schwer an Tuberkulose. Im Selbstversuch sprang er mitten im November zwei- bis dreimal pro Woche in die Donau. Und tatsächlich wurde er gesund. Mit Eimer, Schöpfkelle und Gießkanne kurierte er künftig so manche Leiden. Kneipp hatte Erfolg, ohne genau erklären zu können, warum. Erst nach seinem Tod begannen Forscher zu verstehen, welche Wirkungen die Wärme- und Kältereize des Wassers im Körper auslösen.

Fünf Säulen hat das Haus

Die Kneippsche Lehre vom naturgemäßen Leben und Heilen setzt auf die natürlichen Reize wie Sonne und Luft, Wärme und Kälte sowie auf den Wechsel von Bewegung und Ruhe. Seine Philosophie basiert auf fünf Elementen, die zusammengehören, sich überschneiden und ein umfassendes Gesamtgefüge bilden.

Eine bedarfsgerechte, vollwertige, schmackhafte und naturbelassene Ernährung fördert die körpereigenen Schutzsysteme. Genuss, Freude, Ruhe und Zeit gehören ebenso zu einer gesunden Mahlzeit, wie Küchenkräuter und Gemüse.
Kneipp hielt große Stücke auf Pflanzen und Kräuter. Dabei beschwor er immer wieder die vorbeugende Wirkung der mild wirkenden Sorten, am besten aus der heimischen Umgebung oder dem eigenen Garten.
Wasser war für Kneipp ein natürliches Heilmittel. Seine Reize wecken die Lebenskräfte und stärken die Abwehrkräfte. Wasser wirkt harmonisierend auf alle Körpersysteme und fördert die seelische Gelassenheit. Das Wechselspiel zwischen Leistung und Ausruhen stärkt Körper, Geist und Seele. Maßvolle Bewegung hilft gegen Hektik und Stress.
Die Kneippsche Lebensordnung zielt auf eine Ausgewogenheit zwischen den gesund erhaltenden Kräften auf der einen Seite und den belastenden Anforderungen auf der anderen. Ausgeglichenheit, Stresstoleranz und soziale Kompetenz sind die Schlüsselwörter.

Kneipp für die Jüngsten

Kinder sind offen und neugierig. Deshalb sollte Gesundheitserziehung so früh wie möglich beginnen. Bereits im Kindergarten können spielerisch die Grundlagen einer gesunden, naturgemäßen Lebensweise begriffen werden. Die Kinder lernen verantwortlich mit sich selbst, mit anderen und der Natur umzugehen. Nach den Erfahrungen der Erzieherinnen sind diese Kinder seltener krank und durchschnittlich schlanker als ihre Altersgenossen. Um „Kneipp-Kindergarten“ zu werden, muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen, Informationen erteilen die Kneipp-Verbände.

„Gesund bleiben und lang leben will jedermann, aber die wenigsten tun etwas dafür. Wenn die Menschen nur halb so viel Sorgfalt darauf verwenden würden, gesund zu bleiben und verständig zu leben, wie sie heute darauf verwenden, um krank zu werden, die Hälfte ihrer Krankheiten bliebe ihnen erspart.“

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