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Sicherheit perfekt gemacht

i-Punkt Ausgabe 04/2007

Sicherheit

 

Arbeitsschutzmanagementsysteme – was sie leisten?
Arbeitsunfälle und krankheitsbedingte Fehlzeiten sind teuer und stören den Betriebsablauf. Organisatorische Defizite werden zunehmend als Ursache für Unfälle und Erkrankungen erkannt. Will man dem entgegenwirken, muss man Sicherheit und Gesundheitsschutz stärker als bisher in die Betriebsorganisation integrieren. Der beste Weg: Ein Arbeitsschutzmanagementsystem.

Sie möchten verbesserte Arbeitsbedingungen, weniger Unfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Erkrankungen? Sie suchen nach Wegen, den Arbeitsschutz nachhaltig in den betrieblichen Ablauf zu integrieren? Sie möchten Kosten reduzieren und den Betriebsablauf störungsfrei halten? Sie möchten die Motivation Ihrer Beschäftigten erhöhen, Synergien nutzen und Fehler reduzieren? Und Sie wollen Rechtssicherheit? Dann führen Sie doch ein Arbeitsschutzmanagementsystem ein.

Wenn Sie wissen wollen, wie es in Sachen Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Ihnen steht, machen Sie unseren Erstcheck. Er hilft Ihnen, dies schnell und objektiv einzuschätzen.

Arbeitsschutz strukturiert geplant

Im Kern geht es bei einem Arbeitsmanagementsystem, kurz AMS genannt, darum, beim Arbeitsschutz ein systematisches Vorgehen zu realisieren. Es soll eine auf das Unternehmen zugeschnittene Organisation bereitgestellt werden, die es ermöglicht, ein formalisiertes Führungssystem zu installieren, das in allen Hierarchien und Organisationsebenen und bei allen Tätigkeiten eine Optimierung von Betriebs- und Verfahrensabläufen ermöglicht. Dabei werden Verantwortung, Zuständigkeit und Aufgaben festgelegt, die dazu dienen, die betriebliche Umsetzung der unternehmenspolitischen Ziele zu realisieren und dabei auf kontinuierliche Verbesserungen angelegt sind. Daneben werden Selbstüberwachungs- und Bewertungselemente entwickelt, die organisatorische Schwachstellen ermitteln und Verbesserungsprozesse einleiten.

Dabei sollen alle in den Prozess eingebunden werden, die am Arbeitsschutz beteiligt sind, oder auf den Punkt gebracht sollen vom Unternehmer über die Fachkraft für Arbeitssicherheit bis zum Personalrat und Betriebsarzt alle an diesem Ziel arbeiten.

Die Arbeitsschutz-Allianz hilft

2005 hat der Freistaat Sachsen die Arbeitsschutz-Allianz gegründet, ein freiwilliges Bündnis von Akteuren des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf überbetrieblicher Ebene. Ziel der Arbeitsschutz-Allianz ist die Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in möglichst vielen Unternehmen.

Interessenvertreter der Unternehmerverbände, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammer, Gewerkschaften und Unfallversicherungsträger und weiteren Einrichtungen sind Partner dieser Allianz. Viele Konferenzen, Projekte zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sind in Unternehmen und durch Allianz-Partner in eigener Verantwortung oder in Zusammenarbeit mit den staatlichen Arbeitsschutzbehörden bzw. den Unfallversicherungsträgern seitdem durchgeführt worden.

Ein Schwerpunkt der Allianz lag darin, Unternehmen zur Einführung von ILO-kompatiblen Arbeitsschutzmanagementsystemen (AMS) zu gewinnen. Im Jahr 2006 bekundeten 18 Betriebe und Einrichtungen Sachsens ihr Interesse an der Einführung von AMS und es werden immer mehr. Es besteht in Sachsen die Möglichkeit, über das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit nach erfolgreicher Einführung von Arbeitsschutzmanagementsystemen sein Unternehmen zertifizieren zu lassen.

Das Zertifikat gilt für die Zeitdauer von drei Jahren und hat neben den oben erwähnten Vorteilen noch eine weitere wichtige Zielrichtung. Mit dem Gütesiegel der Zertifizierung wird neutral bestätigt, dass Arbeitsund Gesundheitsschutz im Unternehmen erfolgreich implementiert wurden. Für die staatliche Aufsicht und die Unfallversicherungsträger ist dies ein deutliches Signal, die Revisionen bzw. Besichtigungen auf ein Minimum zu begrenzen. Beispielhaft für viele Unternehmen, die im Freistaat ein Arbeitsschutzmanagement im Unternehmen integriert haben, steht die Westsächsische Hochschule in Zwickau (WHZ).

Die Arbeitsschutzverwaltung des Freistaates Sachsen unterstützt die Bemühungen zur Einführung von AMS und berät auch Sie. Es wurde im Auftrag des Freistaates eine CDROM „Arbeitsschutzmanagement“ erstellt, die kostenlos zur Verfügung steht und bei der Realisierung hilft.

Arbeitsschutzmanagementsysteme sind weder geheimnisvoll noch spektakulär. Ihre Einführung ist freiwillig. Eine Reihe praktischer Handlungshilfen unterstützen die Einführung. Ein AMS hilft die Probleme des Arbeitsschutzes zielsicher und auf Dauer in den Griff zu bekommen.

Plakatmotiv einer Kampagne des SMWA. Diese und andere Motive unter www.arbeitsschutz-sachsen.de
Plakatmotiv einer Kampagne des SMWA

 

Marcel Süß

Der Autor ist Fachkraft für Arbeitssicherheit an der Westsächsischen Hochschule Zwickau.

Noch mehr Infos zu AMS hält die Arbeitsschutzverwaltung des Freistaates Sachsen für Sie bereit:

Handlungshilfe zur freiwilligen Einführung und Anwendung von AMS CD-ROM „Arbeitschutzmanagement“ Handbuch „Arbeits- und Gesundheitsschutz in kleinen Unternehmen

Kontakt: www.arbeitsschutz-sachsen.de

Wir sind für Sie da.

Unfallkasse Sachsen
Rosa-Luxemburg-Str. 17a
01662 Meißen

+49 (0)3521 7240
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