Webcode dieser Seite: u56

Fusionen erfordern neue Konzepte zur Kassensicherung

Ausgabe 08/02

i-Punkt Ausgabe 02/2008

Gesundheit

 

Dass jeder Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung braucht, ist nicht neu. Die Fusionen der Sparkassen in Sachsen erfordern umfangreiche Überprüfungen. Die Kredit- und Finanzdienstleister müssen ihre Gefährdungen zur Kassensicherung neu ermitteln. Vorgaben zur Dokumentation existierten nicht. Nun gibt es eine neue PC-gestützte Handlungsanleitung zur Gefährdungsermittlung für einzelne Filialen. Urteil: empfehlenswert.

Die Handlungsanleitung der Autoren Roll und Teumer besteht aus zwei Teilen. Zum einen führen sie eine grundlegende Sicherheitsbetrachtung zu den baulichen und örtlichen Gegebenheiten durch und prüfen dann das Sicherheitskonzept der zu besichtigenden Filiale.

Eine recht einfach zu bedienende Benutzeroberfläche erlaubt bereits während der Ortsbesichtigung die Erfassung der sicherheitsrelevanten Aspekte im Frage-Antwort-Dialog. Fakten und Fragen sind untereinander verlinkt. Eine Kontrollleiste zeigt den Erfüllungsstand der begutachteten Bereiche.

Teil A klärt Grundsatzfragen. Besteht eine Wertflussanalyse oder existieren Betriebsanweisungen? Er fragt nach Unterweisungen und dem Stand der Sicherheitsbetrachtung durch Externe. Es werden Fakten zur Standortproblematik erfasst, wie Täterverhalten, Überfallgeschehen oder Lage des Objektes. Die Definitionen der Sicherheitsbereiche und Checklisten zu den einzelnen Schutzzonen machen eine übersichtliche Erfassung zum Stand aller Fakten möglich. Der Teil B betrachtet mit Checklisten die Bedingungen einer konkreten Geschäftsstelle ausgehend von der gewählten Kassensicherung nach GUV-V C 9 „Kassen“. Dabei werden die kompletten Betriebsabläufe bis hin zu Kassensicherung / Sperrzeiten erfasst und dem gesetzlichen Bezug gegenübergestellt.

Eine Auswertungsseite fasst die Ergebnisse aus A und B zusammen. So sind Probleme und Handlungsbedarf leicht zu erkennen. Da es sich bei dieser Form um eine grundlegende Erfassung handelt, ist die Erstbegehung zeitaufwendig. Der Aufwand rentiert sich jedoch durch die Qualität der Abfragen und den Umstand, dass jede künftige Veränderung zeitsparend bearbeitet werden kann, weil auf konkrete Angaben Bezug genommen werden kann.

Hervorzuheben ist die Verflechtung der sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Anforderungen der Unfallversicherungsträger mit denen der Sachversicherung, die auch in der Praxis korrespondieren müssen. Fragen des Brandschutzes, der arbeitsmedizinischen Vorsorge und der Hygiene wurden nicht aufgenommen. Die Erfassungsinstrumente erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind auch nicht rechtsverbindlich – aber eine gute Arbeitsgrundlage, die nach eigenen Bedürfnissen unkompliziert angepasst werden kann.

Dieses Programm berücksichtigt bereits jetzt die neuen Durchführungsanweisungen zur UVV „Kassen“ (BGI / GUV-I 819 1-3).

 

Regine Ziems

 

Noch Fragen: ziems@unfallkassesachsen.com oder Tel. (0 35 21) 72 43 01

 

Mehr Information

Carsten Roll
Telefon: 0351 42 35 278 oder
carsten.roll@sv-sachsen.de

Wir sind für Sie da.

Unfallkasse Sachsen
Rosa-Luxemburg-Str. 17a
01662 Meißen

+49 (0)3521 7240
Externer Link zur Überprüfung dieser Seite auf standardkonforme Programmierung nach XHTML 1.0  Externer Link zur Überprüfung von Style Sheets  Externer Link zur Erklärung der Stufe AAA der Web Content Accessibility Guidelines 1.0