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Kindersicherungen in Steckdosen

i-Punkt Ausgabe 02/2008

Sicherheit

 

Strom kann man nicht sehen, hören, riechen. Wenn man ihn spürt, ist es zu spät. Steckdosen üben auf Kinder eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Dies fand auch Ella, die beim Versteckspielen in der Kita offene Teile einer Steckdose berührte. Von einem Vorhang verdeckt, war vergessen worden, die Abdeckung wieder anzubringen. Unfälle dieser Art ereignen sich immer wieder und bringen Kinder in Lebensgefahr.

 

Bei der Unfallnachuntersuchung sagte die Leiterin, dass dieser Raum in der Vergangenheit als Lager genutzt wurde. Durch die veränderte Konzeption wurde er aber als Garderobe neu eingerichtet. An die Steckdosen hatte dabei keiner gedacht.

Welche Vorschriften gelten für Kitas?

Nach § 3 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (GUV-V A 3) dürfen elektrotechnische Anlagen nur von einer Elektrofachkraft oder unter deren Leitung und Aufsicht den elektrotechnischen Regeln entsprechend errichtet werden. Die Elektrofachkräfte sind in der Regel Mitarbeiter der Elektroinstallations-Betriebe; sie errichten, ändern oder setzen elektrotechnische Anlagen auf der Grundlage des DINVDE-Regelwerkes instand.

Welche dieser DIN-VDE-Regeln enthalten besondere Festlegungen für Kita?

1. DIN VDE 0100-510 regelt die Auswahl von Betriebsmitteln bezüglich der jeweiligen äußeren Einflüsse. Zu diesen äußeren Einflüssen gehört auch der Zugang durch Kinder. Dabei gilt, dass für Kinder zugängliche Betriebsmittel mit einer Schutzart von mehr als IP 2 X zu verwenden sind. Betriebsmittel mit einer Oberflächentemperatur von über 80° C sollen Kindern unzugänglich sein. Bei Kindergärten ist die Temperaturgrenze mit 60° C festgesetzt.

 

Was heißt Schutzart von mehr als IP 2X? Die Schutzart gibt an, wie Gehäuse gegen Eindringen von festen Fremdkörpern und gegen Eindringen von Wasser schützen (siehe Seite 10). Wird eine Kennziffer durch ein X angegeben, kann die Auswahl frei erfolgen. Die Festlegung der Norm, mehr als IP 2X, bedeutet also der Schutz gegen Eindringen von festen Fremdkörpern muss mindestens der Kennziffer 3 entsprechen, ein Schutz gegen Eindringen von Wasser ist nicht gefordert.

 

Konventionelle Steckdosen, die zum Einführen der Steckerstifte Öffnungen von ca. 5 mm Durchmesser haben, erfüllen diese Anforderungen nicht. Kleinere Öffnungen bis 2,5 mm Durchmesser wären zwar zulässig, würden aber einerseits auch keinen vollständigen Schutz bieten und andererseits die Funktion der Steckdose beeinträchtigen, denn dann könnte kein Stecker mehr eingesteckt werden.Um dieser Anforderung trotzdem gerecht zu werden, bietet der Markt Steckdosen mit Kindersicherungen an, die sogar gegen Eindringen von Drähten schützen.


2. DIN VDE 0100-410 enthält Festlegungen zum Schutz gegen elektrischen Schlag. Von besonderer Bedeutung für Kita ist, dass in der neuesten Ausgabe vom Juni 2007 ein Zusatzschutz durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) mit einem Bemessungsdifferenzstrom von max. 30 mA für alle Steckdosen-(Stromkreise) bis zum Bemessungsstrom 20 A, die von elektrotechnischen Laien benutzt werden können, gefordert ist.

 

Diese Forderung bestand bisher nur für Steckdosenstromkreise von besonderen elektrischen Anlagen, z. B. in Räumen mit Badewanne oder Dusche, Steckdosen im Freien etc.
Die Ausweitung dieser Forderung auf alle Stromkreise bringt für Kita einen erheblichen Zuwachs an Sicherheit; nämlich dann, wenn der Schutz gegen direktes Berühren z. B. durch ein defektes Gehäuse beschädigt ist, wenn Verbrauchsgeräte defekt sind oder bei Sorglosigkeit der Benutzer, z. B. wenn Kinder leitende Gegenstände in Steckdosen einführen. In den meisten Kita sind RCDs bereits installiert, obwohl es dafür bisher etwa für Gruppenräume keine zwingende Vorschrift gab.

Schutzarten

Was sind Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs)?

Diese RCDs bringen Sicherheit
Diese RCDs bringen Sicherheit

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) gibt es in vielfältigen Bauformen. Umgangssprachlich werden sie als FI-Schutzschalter oder Fehlerstrom-Schutzschalter bezeichnet.
RCDs vergleichen den zum Verbraucher fließenden mit dem zurückfließenden Strom. Erreicht die Differenz zwischen den beiden Strömen einen Wert zwischen 15 mA und 30 mA, so schaltet die RCD in weniger als 0,2 Sekunden ab. Zu einer solchen Differenz kommt es z. B., wenn Kinder einen metallischen Gegenstand in die Steckdose stecken und ein Fehlerstrom durch den Körper der Kinder zur Erde fließt. Dieser Teil des Gesamtstroms fließt nicht zurück durch die RCD. RCDs begrenzen also den Fehlerstrom auf eine Dauer von max. 0,2 Sekunden – sie verhindern ihn nicht und sie begrenzen ihn auch nicht in der Höhe.
Der Fehlerstrom durch den Körper hängt von vielen Faktoren ab. Auf den menschlichen Körper (eines Erwachsenen) hat er folgende Auswirkungen:

  • bis 0,5 mA – keine Auswirkungen, nicht
    wahrnehmbar
  • 0,5 mA bis 10 mA Dauerstrom – Schreckreaktionen
  • 10 mA bis ca. 30 mA Dauerstrom – Herzund
    Atembeschwerden, Loslassen nicht
    mehr möglich
  • über 30 mA Dauerstrom – Herzkammerflimmern
    wahrscheinlich

Obwohl diese Aufstellung stark vereinfacht und das kurzzeitige Einwirken von Strömen auf den menschlichen Körper nicht berücksichtigt wurde, ist doch zu erkennen, dass Ströme über 30 mA durch den Körper lebensgefährlich sind. Genau diese Ströme werden durch RCDs schnell abgeschaltet.

Was ist noch zu beachten?

Die Richtlinien für Kindergärten, Bau und Ausrüstung, GUV-SR 2002 enthalten in Abschnitt 5.1 die Anforderungen, dass Steckdosen mit einer Kindersicherung versehen sein müssen, z. B. 2-polige Verriegelung. Damit ist die in der DIN enthaltene Anforderung für Kindergärten von den Unfallversicherungsträgern verbindlich gemacht worden. Wie der Titel sagt, gelten diese Richtlinien streng genommen aber nicht für Horte.

Im kommenden Jahr wird voraussichtlich die Unfallverhütungsvorschrift „Kindertageseinrichtungen“ (GUV-V S 2) in Kraft treten. In § 16 dieser für alle Kindertageseinrichtungen geltenden Unfallverhütungsvorschrift (UVV) wird es heißen: „... in Aufenthaltsbereichen der Kinder sind elektrische Anlagen und Betriebsmittel unter Berücksichtigung der Kindersicherheit zu errichten, bereitzustellen und zu betreiben.“

Auch wenn die Durchführungsanweisungen noch nicht vorliegen, ist erkennbar, dass das Schutzziel umfassender formuliert wurde, als das bisher der Fall ist. Kindersicherheit bedeutet nicht nur Kindersicherungen in Steckdosen, sondern schließt die Festlegungen der bereits erläuterten DIN VDE 0100-410 ebenfalls ein. Was noch dazugehört, wird im letzten Abschnitt dieser Veröffentlichung erläutert.

Wie macht man Steckdosen kindersicher?

Diese Schutzkappen sind unpraktisch
Diese Schutzkappen sind unpraktisch

Die Hauptgefahr besteht darin, dass Kinder leitende Gegenstände in Steckdosen stecken und dabei einen elektrischen Schlag er- Diese RCDs bringen Sicherheit halten. Da sich Steckdosen in Aufenthaltsbereichen von Kindern nicht vermeiden lassen und auch der Beaufsichtigung Grenzen gesetzt sind, müssen die Steckdosen Kindersicherungen erhalten, die verhindern, dass Gegenstände hineingesteckt werden können. Dazu gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten:

1. Schutzkappen

Sie verschließen beide Öffnungen der Steckdose, können aber jederzeit entfernt werden. Dazu sind verschiedene Ausführungen im Handel. 

Durch Rechtsdrehung öffnet der Stecker
Durch Rechtsdrehung öffnet der Stecker

Wir halten diese Art der Kindersicherung für wenig praktikabel: Vor jeder Benutzung der Steckdose muss die Schutzkappe entfernt werden – nach jeder Benutzung muss sie wieder eingesetzt werden; da sind Fehler vorprogrammiert. Gerade Reinigungskräfte, deren Zeit extrem knapp bemessen ist, haben kaum Zeit, ständig mit den Schutzkappen zu hantieren. Es ist vorauszusehen, dass irgendwann die Schutzkappen nicht mehr eingesetzt werden. Möglicherweise klemmen die Schutzkappen nach häufigem Einsetzen und Herausnehmen auch nicht mehr richtig. Es gibt auch Informationen, dass es Kindern gelungen ist, solche Schutzkappen aus der Steckdose herauszuziehen.

Integrierte Kindersicherung
Integrierte Kindersicherung

2. Sicherungseinsätze
Auch hierzu gibt es vielfältige Angebote im Handel. Alle Lösungen beinhalten, dass in die Steckdose ein wenige Millimeter dicker Einsatz eingeklemmt, geklebt oder geschraubt wird.

Diese Kindersicherungen bestehen aus zwei Hauptteilen: einem Körper, der in der Steckdose befestigt wird und Durchgangslöcher für den Stecker enthält, und einer verschiebbaren Platte, die die Öffnungen für die Steckerstifte  verschließt. Soll eine so gesicherte Steckdose genutzt werden, muss der Stecker in die Bohrungen eingesetzt und die verschiebbare Platte je nach Ausführung weggeschwenkt oder weggeschoben werden, bis der Stecker eingesteckt werden kann. Nach Herausziehen des Steckers kehrt die bewegliche Platte durch Federwirkung wieder in die Ausgangsstellung zurück und sichert die  Steckdose.

Eine perfekte Lösung – sollte man meinen. Allerdings sind Fälle bekannt, bei denen nach mehreren Benutzungen die Feder gebrochen ist, wo die Sicherung beim Herausziehen des Steckers an diesem hängen blieb oder wo die Klemmfunktion nicht von langer Dauer war. Alle diese nachträglich anzubringenden Kindersicherungen haben auch gemeinsam, dass die von den Stecker- und Steckdosenherstellern zugrunde gelegte Stecker-Steckdosen-Passung verändert wird. Konkret heißt das, dass die Eindringtiefe des Steckers in die Steckdose um die Dicke der Kindersicherung vermindert wird. Die Hersteller der Stecker und Steckdosen lehnen jegliche Garantieleistung ab, die sich aus dieser von ihnen nicht vorgegebenen Nutzung ergeben könnte. Es ist denkbar, dass es besonders beim Betrieb von Verbrauchsgeräten höherer elektrischer Leistungen zu einer erhöhten Brandgefährdung an der Steckdose kommen kann (erhöhter Übergangswiderstand).

Zu dieser Problematik wurde eine Anfrage an die für die Marktüberwachung zuständige  Behörde gestellt. Das Ergebnis der Recherchen liegt uns noch nicht vor. Bekannt  ist aber, dass für ein derartiges Produkt in Österreich ein Verbot des Inverkehrbringens ausgesprochen wurde. Sobald uns konkrete Ergebnisse bekannt sind, werden wir darüber informieren. Bis dahin können wir nur empfehlen, diese Produkte nicht mehr zu beschaffen.

3. Steckdosen mit integrierter Kindersicherung
Wir empfehlen diese Produkte. Sie öffnen sich von selbst, wenn ein Stecker eingeführt wird.

Tischverteilung mit Kindersicherung
Tischverteilung mit Kindersicherung

Bei Druck mit Werkzeugen oder Drähten auf eine Öffnung bleibt diese verschlossen. Allerdings ist es möglich, Gegenstände in die Steckdosenöffnungen einzuführen, wenn die Gegenstände gleichzeitig, parallel und mit gleichem Druck auf die Sicherung der Stekkdose drücken. Obwohl nicht völlig auszuschließen, ist ein solcher (Un)Fall durch Kinder zumindest sehr unwahrscheinlich.

Für Verlängerungsleitungen und Tischverteilungen gelten die o. a. Grundsätze sinngemäß, wenn sie Kindern zugänglich sind. Der Handel bietet eine große Vielfalt an.

Bei der dargestellten Tischverteilung können in jede Steckdose bis zu drei Flachstekker eingesteckt werden. Die Kindersicherung ist für jedes Buchsenpaar einzeln wirksam.

Elektrosicherheit braucht Kontrolle

Solche Geräte sofort aussortieren
Solche Geräte sofort aussortieren

1. Visuelle Prüfung vor jeder Benutzung

Alle Nutzer elektrischer Geräte sind zu unterweisen, dass diese Geräte vor jeder Benutzung auf augenscheinliche Unversehrtheit zu überprüfen sind. Dabei ist vor allem auf Schäden am Gehäuse, an Steckern und Anschlussleitungen sowie das Vorhandensein von Schutzvorrichtungen zu achten.

Hier fehlen rechts die Schraubkappen
Hier fehlen rechts die Schraubkappen

2. Regelmäßige Wiederholungsprüfungen der elektrischen Anlage
Als elektrische Anlage wird die gesamte ortsfeste Gebäudeinstallation beginnend von der Hauptsicherung bis zu den fest angeschlossenen Verbrauchern oder Steckdosen  bezeichnet. Diese ist zunächst nach dem Errichten (Installieren) einer Erstprüfung durch Elektrofachkräfte zu unterziehen. In regelmäßigen Abständen ist ebenfalls durch Elektrofachkräfte zu überprüfen, ob der ordnungsgemäße Zustand noch gegeben ist. Das Ergebnis ist zu protokollieren. Die UVV GUV-V A 3 nennt als Richtwert für die Prüffrist unter normalen Betriebs- und Umgebungsbedingungen 4 Jahre. Andere Fristen sind möglich, wenn im Ergebnis einer Gefährdungsbeurteilung festgestellt wurde, dass Mängel, mit deren Entstehung gerechnet werden muss, rechtzeitig festgestellt werden. Leider zeigt unsere Praxis, dass diese wiederkehrenden Prüfungen nicht immer in der notwendigen Qualität durchgeführt werden: Oft kommt das Besichtigen zu kurz und es sind Verteilungen wie im Bild 7 vorzufinden.

Abdeckungen, die dem Schutz gegen direktes Berühren dienen sollen, sind lose und aktive Teile leicht berührbar. Die Stromkreise sind ungenügend gekennzeichnet und in den Sicherungsschraubkappen fehlen Glasplättchen. Die Porzellanteile der Schraubkappen sind beschädigt, so dass das spannungsführende Gewinde berührt werden kann. In den Sicherungssockeln fehlen Passeinsätze. Sicherungssockel sind ohne Schraubkappen. Häufig stellen wir auch fest, dass der Zugang zu Verteilungen verstellt ist.

Die Plakette zeigt den Prüftermin
Die Plakette zeigt den Prüftermin

3. Prüfung elektrischer Geräte
Elektrische Geräte (ortsfeste und ortsveränderliche) müssen ebenso wie die elektrische Anlage vor der ersten Inbetriebnahme, nach Änderung oder Instandsetzung und in bestimmten Zeitabständen wiederkehrend geprüft werden. Die Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme kann entfallen, wenn die Konformität bescheinigt wird. Diese ist z.B. am CE-Zeichen erkennbar. Ob trotzdem eine Erstprüfung erfolgen soll, entscheidet der Unternehmer.

Angesichts einer Vielzahl bekannt gewordener grober Mängel, z. B. an Tischverteilungen, und in Kenntnis von Untersagungsverfügungen der staatlichen Arbeitsschutzbehörden sollte innerbetrieblich über Erstprüfungen nochmals nachgedacht werden. Die Prüffristen für die Wiederholungsprüfung können wiederum vom Unternehmer in einer Gefährdungsbeurteilung festgelegt werden. Für normale Betriebs- und Umgebungsbedingungen können in Analogie zu Schulen 12 Monate als Richtwert gelten.

Im Unternehmen ist festzulegen, woran zu erkennen ist, ob es sich um ein geprüftes Gerät handelt. Empfohlen wird eine Prüfplakette ähnlich dem Kfz-Nummernschild mit Angabe des Termins der nächsten Prüfung. Wenn noch dazu die Farbe dieser Plakette von einer Prüfung zur anderen wechselt, ist leicht festzustellen, ob es sich um ein geprüftes Gerät handelt.

Nach durchgeführter Prüfung sind alle potenziellen Benutzer der Geräte zu unterweisen,  dass nur geprüfte Geräte benutzt werden dürfen, woran diese zu erkennen sind und wie beim Auffinden ungeprüfter Geräte bzw. solcher mit überschrittener Prüffrist zu handeln ist.

In den allermeisten Fällen sind die o. g. Vorschriften umgesetzt. Praktisch werden sie jedoch manchmal durch mitgebrachte Privatgeräte unterlaufen. Für private elektrische Geräte gibt es keine Prüfverpflichtung. Deshalb sind alle Beschäftigten über den dienstlichen Umgang mit privaten elektrischen Geräten zu unterweisen. Bewährt hat sich ein grundsätzliches Verbot, von dem nur der/die Leiter(in) Ausnahmen genehmigen kann. Solche Ausnahmen sind z. B. denkbar für Neugeräte, wenn keine betriebliche Pflicht zur Erstprüfung festgelegt wurde oder für gebrauchte Geräte, wenn diese vor der ersten Inbetriebnahme in der Kita nach den o. g. Grundsätzen geprüft werden.

Kritische Situationen treten immer wieder auf, wenn Kinder oder Eltern von der Kita aufgefordert werden, Privatgeräte mitzubringen, ohne dass diese irgendeiner Prüfung unterzogen werden. Bei einem Elektrounfall mit solch einem Gerät müsste sich die Leiterin für ein Organisationsverschulden verantworten.

Prüfnachweis für Fehlerstrom-Schutzeinrichtung
Prüfnachweis für Fehlerstrom-Schutzeinrichtung

4. Prüfung der RCDs
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) sind Bestandteil der elektrischen Anlage und werden jeweils mit dieser gemeinsam geprüft. Darüber hinaus ist für stationäre Anlagen, wie sie in Kita üblich sind, aller 6 Monate eine Prüfung durch den Benutzer auf einwandfreie Funktion erforderlich. Dazu ist lediglich die Prüftaste am RCD zu betätigen. Wenn die RCD dabei abschaltet, ist die Prüfung bestanden. Nun braucht nur wieder eingeschaltet zu werden. Es wird empfohlen, die Prüfung nachzuweisen. Dazu ist eine Karteikarte oder ein einfacher Vordruck möglich (Beispiel Seite 13 unten).

Der Träger sollte eine Person festlegen, die diese Prüfung durchführt. Elektrotechnische Fachkenntnisse sind nicht erforderlich; die Prüfung sollte aber in der Unterweisung praktisch demonstriert werden.

5. Weitere Hinweise
Mitunter werden in Gruppenräumen nachträglich Einbauten, wie Spielhäuser, Kuschelecken oder erhöhte Spielebenen eingebaut. In diesen Bereichen können sich manchmal Steckdosen befinden, die vom pädagogischen Personal nicht mehr leicht einzusehen sind und auch nicht mehr benutzt werden sollen. Kinder könnten also relativ unbeobachtet daran manipulieren. Um mögliche Unfälle auszuschließen, sollten diese Steckdosen bereits in der Verteilung spannungsfrei gemacht werden. Eine analoge Gefährdung ergibt sich, wenn Deckenleuchten von nachträglich errichteten Hochebenen aus Kindern zugänglich sind. Hier hilft nur ein Versetzen der Leuchten.

 

 

Frieder Fischer

 

Noch Fragen: fischer@unfallkassesachsen.com oder Tel. (0 35 21) 72 43 21

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