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Krankhafte „Arbeitssucht“

SiBe Ausgabe 01/2006

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

Für viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist der stets motivierte, sozialkompetente und zufriedene Workaholic das Leitbild des idealen Beschäftigten schlechthin. Die Wirklichkeit in den Betrieben aber sieht häufig anders aus; neben überforderten Burnout-Gefährdeten gibt es in Deutschland schätzungsweise 500.000 Arbeitssüchtige, die die eigene Gesundheit und den Unternehmenserfolg gefährden. Das ergab eine Studie der Universität Bremen.
Entgegen landläufigen Vorurteilen sind Arbeitssüchtige nicht etwa Personen, die durch besonders viel Arbeit eine besonders hohe Leistung erbringen.Arbeitswissenschaftler definieren die ernst zu nehmende Störung mit echtem Krankheitswert so:Arbeitssucht ist die dynamisch fortschreitende, krankhafte Fixierung auf Arbeit und dient der Verdrängung eigener psychischer Probleme des Beschäftigten. Betroffen sind Männer und Frauen aus allen sozialen Schichten und aus unterschiedlichen Berufen.
Im beruflichen Alltag fallen Arbeitssüchtige durch dieselben Krankheitsbilder wie Alkoholiker auf. Der typische Verlauf der Erkrankung ist durch vier Phasen gekennzeichnet:

  • Verschleierung des Suchtverhaltens, „rauschhaftes“ Arbeiten,
  • Kontrollverlust der Betroffenen, gestörte Kommunikation mit Kollegen,Vorgesetzten und Untergebenen,
  • Abnahme der Leistungsfähigkeit,
  • frühes Ausscheiden aus dem Berufsleben bis hin zum vorzeitigen Tod.

Arbeitssucht ist also eine schwere Erkrankung, die in den Betriebsvereinbarungen zum betrieblichen Gesundheitsschutz berücksichtigt werden sollte, um eine (Wieder-)Eingliederung der betroffenen Arbeitnehmer zu ermöglichen. Infos zum Projekt „Betriebliche Konsequenzen von Arbeitssucht“ unter www.seari.unibremen.de.

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