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Psychisch krank im Job – Was tun?

SiBe Ausgabe 01/2007

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

Der Anteil psychischer Störungen als Grund für eine Krankschreibung hat sich seit Anfang 1990 mehr als verdoppelt. Führungskräfte, Kollegen und betriebliche Helfer sind immer häufiger mit psychischen Krankheitsbildern konfrontiert – und dabei oft unsicher, wie sie die Betroffenen wirkungsvoll unterstützen können, ohne notwendige Arbeitsprozesse zu stören. Eine Praxishilfe des BKK Bundesverbandes und der Familien-Selbsthilfe-Psychiatrie kann helfen, Lösungen zu finden.

Seelische Störungen sind vielfältig

Frau mit Migräne

Grundsätzlich kann jeder Mensch im Laufe seines Lebens episodisch oder chronisch psychisch erkranken. Angst- und Panikstörungen, Zwangserkrankungen sowie Depressionen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Häufig verstecken sich hinter physischen Symptomen wie z. B. Kopf-, Magen- oder Rückenschmerzen seelische Probleme. Zur Behandlung stehen psychologische und medikamentöse Verfahren, aber auch Entspannungstechniken zur Verfügung.
Ebenfalls sehr weit verbreitet sind Suchterkrankungen.Alkohol und Nikotinmissbrauch, Drogenkonsum oder Medikamentenabhängigkeit, Spielsucht oder Essprobleme und viele weitere gehören dazu.Auch sie lassen sich bei optimaler psychotherapeutischer Behandlung in den Griff bekommen.
Etwa zwischen ein und zwei Prozent der Bevölkerung erkranken im Lauf ihres Lebens an einer psychotischen Störung, die episodisch oder schubweise auftreten kann, aber auch einen chronischen Verlauf nehmen kann. Kennzeichen können z.B.Stimmungsumschwünge sein („Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“), die den Erkrankten wie seine Umgebung schwer belasten können. Möglichst frühe ärztliche Hilfe ist hier unverzichtbar.

Das Fünf-Stufen-Modell bringt Hilfe

HILFE – ein Konzept in fünf Schritten kann eine gute Orientierung für Betriebsangehörige sein, die bemerken, dass ein Kollege möglicherweise psychisch erkrankt ist.

HILFE heißt:

  • Hinsehen: Kollegen oder Vorgesetzte merken es oft zuerst, wenn jemand Probleme mit sich herumträgt oder psychisch instabil ist.
  • Initiative:Vorgesetzte sollten möglichst früh das Gespräch mit Betroffenen suchen und Hilfen anbieten.
  • Leitungsfunktion wahrnehmen: aus betrieblichen Gründen ist es notwendig, sich mit dem Betroffenen auf eine gemeinsame Vorgehensweise zu einigen,
  • Führungsverantwortung zeigen: Auch eine präzise Dokumentation der Leistung des Betroffenen ist erforderlich.
  • Experten hinzuziehen: Sozialberatung, Betriebsarzt sowie externe Experten sollten bei Bedarf weitere Hilfe leisten.

Betroffene und Unternehmen können die Praxishilfe „Psychisch krank im Job.Was tun?“ kostenlos anfordern bei:
Familien-Selbsthilfe-Psychiatrie,
E-Mail: bapk@psychiatrie.de oder
BKK Bundesverband,
E-Mail: praevention@bkk-bv.de

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