Webcode dieser Seite: u358

Risiko Nadelstichverletzung

SiBe Ausgabe 01/2008

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

In Deutschland verletzen sich jährlich 500.000 Mitarbeiter des Gesundheitswesens an Nadeln. Die Betroffenen riskieren eine Infektion mit dem Hepatitis-BVirus, dem Hepatitis-C-Virus oder dem humanen Immundefizienzvirus (HIV). Der Virologe Holger F. Rabenau und seine Koautoren haben die Risiken in einer Studie am Universitätsklinikum Frankfurt untersucht.
In der Frankfurter Studie hatten sich innerhalb der letzten 12 Monate 31,5 % der Befragten mindestens einmal an einer Nadel verletzt.Von allen Beschäftigten trugen Ärztinnen und Ärzte das höchste Risiko. Insgesamt beträgt das Risiko einer HIV-Übertragung etwa 0,3 %. Es kann jedoch bei einer sehr tiefen Verletzung bis zu 16-fach erhöht sein.
In Deutschland wurden bisher 57 HIV/AIDS-Erkrankungen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen als Berufserkrankung anerkannt. Trotz des mitunter erheblichen Infektionsrisikos werden Nadelstichverletzungen nur selten gemeldet. Man schätzt den Anteil des sogenannten „Underreportings“ auf 90 %. Die Gesamtkosten durch gemeldete und nicht gemeldete Nadelstichverletzungen betragen in Deutschland etwa 50 Millionen Euro pro Jahr.
Der Gesetzgeber hat zum Schutz der Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit der Technischen Regel für Biologische Arbeitsstoffe Vorgaben zum Einsatz von sicheren Instrumenten veröffentlicht. Die Autoren betonen die Notwendigkeit solcher Instrumente.Außerdem sollen angemessene Arbeitsabläufe, optimierte Geräte sowie Mitarbeiterschulungen die Prävention verbessern.

www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=57493

Wir sind für Sie da.

Unfallkasse Sachsen
Rosa-Luxemburg-Str. 17a
01662 Meißen

+49 (0)3521 7240
Externer Link zur Überprüfung dieser Seite auf standardkonforme Programmierung nach XHTML 1.0  Externer Link zur Überprüfung von Style Sheets  Externer Link zur Erklärung der Stufe AAA der Web Content Accessibility Guidelines 1.0