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Sicherheitsrisiko Gabelstapler

SiBe Ausgabe 02/2007

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

Wo schwere Lasten bewegt werden müssen, sind Gabelstapler meist unverzichtbar. Unfälle mit den wendigen Helfern allerdings ziehen oft schwere Folgen nach sich. Neben Platzwunden, Knochenbrüchen und Quetschungen kommen Amputationsverletzungen, Wirbelbrüche und – zum Glück selten – sogar tödliche Verletzungen vor. Hauptursachen von Unfällen sind, so eine Untersuchung der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen, neben Fehlplanungen in der betrieblichen Organisation auch das Fehlverhalten von Fahrern.

Präventionsmaßnahme 1: Ist der Gabelstapler in ordnungsgemäßem Zustand?

Wie alle Betriebsmittel muss auch der Gabelstapler einmal jährlich durch eine sachkundige Person inspiziert werden. Eine Prüfplakette dokumentiert diese Routine.Trotzdem ist ein zusätzlicher Check sinnvoll. Prüfen Sie regelmäßig, ob

  • Hubmast und Hubschlitten sich ein- und ausfahren lassen,
  • die Bremsen greifen,
  • Profil und Druck der Reifen stimmen,
  • sich am Boden Öl befindet,
  • Scheiben und Beleuchtung intakt sind.

Präventionsmaßnahme 2: Freihalten der Verkehrswege

Banal, aber im Alltag oft ein Problem: Verkehrswege sind durch lagernde Güter so verstellt, dass eine sichere Benutzung von Fahrzeugen nicht mehr möglich ist.

Präventionsmaßnahme 3: Optimale Aus- und Weiterbildung der Fahrer

Bevor ein Mitarbeiter das Training für den Gabelstaplerführerschein absolviert, sollte seine Eignung getestet werden, am besten mit einer arbeitsmedizinischen Untersuchung. Gutes Sehvermögen, gutes räumliches Sehen und ein intaktes Gehör sind u. a. unverzichtbar.
Für einige Typen von Gabelstaplern sind Rückhaltesysteme für den Fahrer vorgeschrieben. Wo nötig, sollte der Fahrer zusätzlich einen Helm und Gehörschutz tragen.
Nach jeder Nutzung muss das Fahrzeug gesichert werden, auch gegen unbefugte Benutzung. Dazu die Gabelzinken auf den Boden senken, den Antrieb stillsetzen, die Feststellbremse anziehen und den Zündschlüssel ziehen.
Ein Gabelstaplerfahrer sollte nicht nur kompetent, sondern auch verantwortungsbewusst sein. Fast 20 % aller tödlichen Staplerunfälle ereignen sich, weil Unbefugte ein nicht abgeschlossenes Fahrzeug als „Spielzeug“ zweckentfremden.
Wird ein neuer Gabelstapler beschafft, so müssen alle Mitarbeiter, die ihn fahren, geschult werden. Gegebenenfalls muss auch die Betriebsanweisung angepasst werden. Die jährliche Unterweisungspflicht gilt auch für Gabelstaplerfahrer. Dabei sollten alle Mitarbeiter darauf hingewiesen werden, dass das Fahren von Gabelstaplern nur berechtigten Personen vorbehalten ist.

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GUV-V D27.1 Unfallverhütungsvorschrift Flurförderzeuge

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