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Schutzhelme – sicher und gut gewählt

SiBe Ausgabe 03/2007

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

Kopfschutz gehört zu den persönlichen Schutzausrüstungen und muss vom Arbeitgeber für die Beschäftigten kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Kopfschutz ist immer dann notwendig, wenn mit Kopfverletzungen zu rechnen ist, z. B. durch herabfallende Gegenstände, pendelnde oder wegfliegende Teile oder durch Anstoßen.Auf Bau- und Montagestellen besteht diese Gefahr immer, so dass dort eine generelle Tragepflicht gilt.
Der klassische Kopfschutz ist der Industrieschutzhelm, den es in unterschiedlichen Ausführungen gibt, z. B. in Kombination mit Gehörschutz. Zum Kopfschutz zählen auch Industrie-Anstoßkappen, die Schutz bei Anstoßgefahr bieten, den Schutzhelm aber nicht ersetzen. Der Arbeitgeber muss jeweils im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung feststellen, welcher Schutzhelm für eine bestimmte Tätigkeit geeignet ist. Schutzhelme sind unverzichtbar u. a. bei

  • Hoch- und Tiefbauarbeiten, einschließlich Abbruch- und Umbauarbeiten,
  • Montagearbeiten im Stahl-, Holz- und Maschinenbau,
  • Arbeiten in ortsfesten Betrieben, wie z. B. Fertigteilwerken, Steinbrüche, Hütten- und Walzwerke, Gießereien, chemische Industrie,
  • Arbeiten mit Bolzenschusswerkzeugen oder Eintreibgeräten sowie Arbeiten im Bereich von Aufzügen, Hebezeugen, Kranen, Fördermitteln, Rammen,
  • Sprengarbeiten,
  • Arbeiten über Kopf.

Sicherheitscheck für Schutzhelme
Moderne Helme werden aus Kunststoffen gefertigt, die relativ rasch altern. Deshalb sollten Schutzhelme generell nicht länger als fünf Jahre benutzt werden. Der Prägestempel im oder am Helm gibt Auskunft über das Alter. Helme aus thermoplastischem Kunststoff altern durch ultraviolette Strahlung (Sonnenlicht!) schnell. Kontrollieren Sie Helme deshalb laufend auf Haarrisse und Farbveränderungen.Auch der sogenannte „Knistertest“ ist sinnvoll: hört man beim leichten seitlichen Zusammendrücken der Helmschale (1–2 cm) ein Knistergeräusch, so muss der Helm ersetzt werden.
Kopfschutz muss eine CE-Kennzeichnung tragen. Sie besteht entsprechend der Achten Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (8. GPSGV) aus dem Kurzzeichen „CE“ (1) und gegebenenfalls aus der vierstelligen Kenn-Nummer der Stelle (2), die die Produktionsüberwachung durchführt. Die CE-Kennzeichnung muss gut sichtbar, lesbar und dauerhaft angebracht sein. Hinzu kommt die jeweilige normspezifische Helmkennzeichnung. Sie muss im Regelfall eingegossen oder eingeprägt sein und beinhaltet die angewendete Norm (3), Name und Zeichen des Herstellers (4),Typbezeichnung des Herstellers (6), Jahr und Quartal der Herstellung (5) sowie die Größe bzw. den Größenbereich in cm (7). Industrieschutzhelme müssen außerdem mit dem Kurzzeichen des verwendeten Helmmaterials (8) gekennzeichnet sein. Erfüllt der Kopfschutz auch zusätzliche Anforderungen, sind diese ebenfalls in der Kennzeichnung aufzunehmen (9), z. B. Schutz bei sehr niedrigen/ hohen Temperaturen, Schutz bei kurzfristigem, unbeabsichtigtem Kontakt mit Wechselspannungen bis 440 Volt oder Schutz bei Spritzern von geschmolzenem Metall. Im März 2006 wurde eine europäische Norm über Schutzhelme für besonders hohe Anforderungen in deutsches Recht umgesetzt, die DIN EN 14052 „Hochleistungs- Industrieschutzhelme“.

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Stichwort: Medienkatalog, Suche „GUV-R 193“

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