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Stiefkind Ladungssicherung

SiBe Ausgabe 03/2007

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV) sind rund 70 Prozent der Lkw-Ladungen, die auf deutschen Straßen transportiert werden, mangelhaft gesichert – mit oft katastrophalen Folgen. Mehr als 2.300 Lkw-Unfälle jährlich sind auf nachlässige Ladungssicherung zurückzuführen.

Gefahrenpotenzial Ladung
Schlecht gesicherte Güter sind eine Gefahr für den Verkehr – nicht nur, wenn sie von der Ladefläche fallen. Muss ein Fahrer plötzlich bremsen oder ausweichen, kann die ungesicherte Fracht ihn selbst, Beifahrer oder andere Verkehrsteilnehmer verletzen. Bei abruptem Tempo- oder Richtungswechsel bewegt die Ladung sich nämlich mit der ursprünglichen Fahrtgeschwindigkeit in die ursprüngliche Richtung weiter. Bei einer Vollbremsung z. B. rutscht ungesichertes Transportgut auf der Ladefläche nach vorne, kann die Bordwand durchbrechen und durch das Führerhaus auf die Straße fallen.
Nach den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung muss Ladung auf Fahrzeugen so verstaut und transportiert werden, dass sie bei betriebsüblichen Belastungen nicht verrutschen, umfallen oder vom Fahrzeug herabstürzen und dabei Personen oder Sachen gefährden kann.
Bei der korrekten Ladungssicherung ist eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien zu berücksichtigen; das Ladungssicherungs-Handbuch des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer GDV (s. rechts) hilft, sich zurecht zu finden.

Grundlegendes zur Ladungssicherung
Für den Transport von Ladungen muss ein geeignetes Fahrzeug gewählt werden. Seit 1993 müssen alle Neufahrzeuge mit Pritschen serienmäßig mit Zurrpunkten ausgestattet sein, an denen Gurte eingehakt werden können. Ältere Fahrzeuge muss man nachrüsten lassen. Beim Festzurren von Ladung müssen der Reibwert und das Gewicht des Ladegutes berücksichtigt werden. Anti-Rutschmatten erhöhen den Reibwert und können zur Sicherung beitragen.
Experten monieren, dass Ladungen häufig umso weniger gesichert werden, je geringerwertig das Ladegut ist. Grundsätzlich muss aber jede Ladung gegen betriebsübliche Beanspruchungen wie Beschleunigen und Abbremsen der Fahrzeuge sowie gegen seitliche Kräfte, die beim Kurvenfahren und Spurwechsel auftreten, gesichert sein. Ladungssicherung auf Güterkraftfahrzeugen wird zudem häufig als Sicherung der Ladung vor Beschädigung beim Transport verstanden. Mindestens ebenso wichtig aber ist der Schutz des Fahrers und Beifahrers sowie der übrigen Verkehrsteilnehmer vor Gefährdungen.

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„Verkehrsteilnehmer“, „Lkw- Fahrer“, „Ladungssicherung“

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