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Serie: Kopfschutz – sicher und gut gewählt

SiBe Ausgabe 01/2009

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

Überall, wo Kopfverletzungen nicht sicher ausgeschlossen werden können, müssen Beschäftigte einen Kopfschutz tragen. Der Begriff umfasst Schutzhelme, Anstoßkappen, Haarschutzhauben, Haarschutznetze und andere Formen. Kopfschutz gehört zur persönlichen Schutzausrüstung und muss vom Arbeitgeber für alle Beschäftigten kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung muss der Arbeitgeber jeweils feststellen, ob für eine bestimmte Tätigkeit ein Kopfschutz notwendig ist. Der klassische Kopfschutz ist der Industrieschutzhelm, den es in unterschiedlichen Ausführungen für jeweils spezifische Arbeitssituationen – z. B. in Kombination mit Gehörschutz – gibt. Zubehöre ergänzen den Schutz bei speziellen Gefahren. Als Zubehöre für Industrieschutzhelme bzw. Industrie-Anstoßkappen gelten Kinnriemen, Leuchtenhalter, Nackenschutz sowie Schutzschirme, die ohne eigene Tragevorrichtung ausschließlich in Verbindung mit geeignetem Kopfschutz getragen werden können.
Schutzschirme, Schutzbrillen, Gehörschützer und andere Schutzmittel, die auch unabhängig vom Helm bzw. von der Kappe getragen werden können, gelten dagegen nicht als Zubehör, sondern als eigenständige persönliche Schutzausrüstungen, die mit dem Industrieschutzhelm bzw. mit der Industrie-Anstoßkappe kombiniert werden können.
Auf Bau- und Montagestellen gilt eine generelle Tragepflicht für Schutzhelme. Unverzichtbar sind die Kopfbedeckungen auch bei Arbeiten über Kopf sowie bei Arbeiten im Bereich von Aufzügen, Hebezeugen, Kranen, Fördermitteln und Rammen.
Bei hohen Umgebungstemperaturen kann es unter einem Schutzhelm ziemlich heiß werden. Beschäftigte fragen sich dann häufig, ob nicht etwa Gefahren durch Überhitzung drohen. Zwar erhöht sich beim Helmtragen die Temperatur auf der behaarten Kopfhaut leicht, doch ist nicht mit einem Wärmestau am Kopf zu rechnen, sofern das Gesicht vollkommen unbedeckt bleibt.

Welcher Schutzhelm ist der richtige?
Lange galten Industrieschutzhelme nach DIN EN 397 als Standard. Im März 2006 wurde eine europäische Norm über Schutzhelme für besonders hohe Anforderungen in deutsches Recht umgesetzt, die DIN EN 14052 „Hochleistungs-Industrieschutzhelme“. Diese Helme schützen besser gegen fallende und seitlich anprallende Gegenstände. Das überarbeitete Befestigungssystem sorgt für einen besseren Sitz.
Weil Industrieschutzhelme meist aus Kunststoffen, die rasch altern, hergestellt werden, ist ihre Lebensdauer begrenzt. Sie müssen deshalb regelmäßig ersetzt werden.

Arbeitsschutzhelme

Normen für Kopfschutz-PSA
DIN EN 397 Industrieschutzhelme
DIN EN 14052 Hochleistungs-Industrieschutzhelme
DIN EN 812 Industrie-Anstoßkappen
DIN EN 166 Persönlicher Augenschutz;Anforderungen,
DIN EN 352-1 Gehörschützer; allgemeine Anforderungen und Prüfungen; Teil 1: Kapselgehörschützer
DIN EN 352-2 Gehörschützer; allgemeine Anforderungen und Prüfungen; Teil 2: Gehörschutzstöpsel
DIN EN 352-3 Gehörschützer; allgemeine Anforderungen und Prüfungen; Teil 3: an Industrieschutzhelmen befestigte Kapselgehörschützer

Webtipps:
http://regelwerk.unfallkassen.de
GUV-R 193 Benutzung von Kopfschutz

www.hvbg.de/d/fa_psa/sach/kopf/index.html
BGZ – Berufsgenossenschaftliche Zentrale für Sicherheit und Gesundheit Sachgebiet 04 „Kopfschutz“

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