Webcode dieser Seite: u341

Hautschutz in der Alten- und Krankenpflege

SiBe Ausgabe 02/2008

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

Arbeit in der Alten- und Krankenpflege geht oft im wörtlichen Sinn „unter die Haut“, egal ob Profis am Werk sind oder pflegende Angehörige. Belastend ist besonders die ständige Feuchtarbeit; diese schädigt die Haut oft so, dass sich Ekzeme oder Allergien entwickeln.Auch Gefahrstoffe oder Infektionserreger können in vorgeschädigte Haut, deren Säureschutzmantel beeinträchtigt ist, leichter eindringen als in gesunde.
Besonders häufig werden Pflegepersonen von sogenannten Abnutzungsdermatosen der Hände geplagt.Trockene, schuppige Stellen und Rötungen sind die ersten Warnzeichen dafür. Im schlimmsten Fall entwickeln sich langwierige Entzündungen und Allergien, die Betroffene zur Berufsaufgabe zwingen.
Eine Studie der Unfallkasse des Bundes ergab jetzt, dass zwar fast die Hälfte der Befragten Bläschen, Juckreiz oder andere Symptome an den Händen hatte, jedoch keinen Zusammenhang mit dem Beruf sah.
Lediglich 15 Prozent der Beschäftigten wurden zum Hautschutz geschult. Deshalb nutzen zwar 80 Prozent der Mitarbeiter Schutzhandschuhe, aber nur 55 Prozent Hautschutzcreme und 43 Prozent Hautpflegemittel – die ebenso wichtig sind.

Vorbeugen mit System: der Hautschutzplan
Ein konsequenter Hautschutzplan kann zur Prävention chronischer Hauterkrankungen beitragen. Er sollte folgende möglichst konkrete Angaben enthalten:

Tätigkeiten und Arbeitsstoffe, die zu Hautproblemen führen können

  • Waschen oder Baden von Pflegebedürftigen (ggf. Produktnamen)
  • Eincremen mit äußerlich anzuwendenden Medikamenten (ggf. Produktnamen)
  • Reinigen und Desinfizieren von Gegenständen bzw. Flächen für die Pflege (ggf. Produktnamen der verwendeten Mittel)
  • häufiges Händewaschen

Liste der Tätigkeiten, bei denen Schutzhandschuhe getragen werden sollten (Einmalhandschuhe für Hygienearbeiten, gefütterte Haushaltshandschuhe für Putzarbeiten)

  • Waschen des Pflegebedürftigen
  • Desinfizieren von Gegenständen und Flächen
  • Einreiben des Pflegebedürftigen mit Salben oder anderen äußerlich anzuwendenden Medikamenten

Liste der Produkte, die zum Schutz der Haut verwendet werden sollten

  • Produktname der Einmalhandschuhe für das Waschen und Eincremen von Pflegebedürftigen
  • Produktname der Handschuhe für Putzarbeiten (gefütterte Haushaltshandschuhe)
  • Produktname des Hautschutzmittels
  • Produktname des Hautreinigungsmittels
  • Produktname des Hautpflegemittels
  • Produktname des Mittels zur Hautdesinfektion

Erläuterungen zur Anwendung des Hautschutzplans

  • Hautreinigung: bei Arbeitsbeginn und -ende sowie bei sichtbaren Verschmutzungen
  • Hautdesinfektion: zwischen verschiedenen Arbeitsgängen, um Krankheitserreger sicher abzutöten, nach Toilettenbesuch, nach Kontakt mit Blut, Exkrementen etc.
  • Hautschutz: vor Haut belastenden Tätigkeiten und nach dem Händewaschen auftragen
  • Hautpflege: in den Arbeitspausen, nach Arbeitsende und in der Freizeit auftragen

Beschreibung möglicher Hautveränderungen und Verhaltensregeln, falls diese auftreten
Besonders häufig treten berufsbedingt Ekzeme an den Händen auf, das sind nicht infektiöse und nicht ansteckende Entzündungen. Wer Hautveränderungen wie Rötung, Schuppung, Risse, Knötchen oder Jucken beobachtet, sollte einen Hautarzt aufsuchen. Nur der Experte kann die richtige Diagnose stellen und das weitere Vorgehen bestimmen.

www.unfallkasse-berlin.de/content/artikel/704.html
Broschüre „Wenn häusliche Pflege die Haut angreift“

www.2m2-haut.de
Informationen der Hautschutzkampagne

www.hvbg.de/d/fa_psa/sach/haut
Website des Sachgebietes 12 „Hautschutz“ der BGZ

www.uk-bund.de/downloads/Befragung_Kampagne_Haut_UK_Bund.pdf
Ergebnisse einer Befragung der Unfallkasse des Bundes

Krankenpflegerin am Krankenbett einer alten Frau

Rückenfit mit Rückencheck

„RückenCheck im Betrieb“ heißt eine Gemeinschaftsaktion von Unfallkasse Post und Telekom, Deutsche BKK, Deutsche Post World Net und Deutsche Telekom AG. Mit einem Internet- Fragebogen lässt sich das individuelle Risiko für Rückenbeschwerden ermitteln – damit man rechtzeitig etwas dagegen tun kann.
Bewegung ist für die rund 17 Millionen deutschen Büroangestellten die Ausnahme, die etwa 80 Prozent ihrer Arbeitszeit sitzend verbringen. Chronische Verspannungen und Rückenschmerzen sind oft die Folge. Mit dem RückenCheck können Beschäftigte wie Betriebsärzte das persönliche Rückenrisiko gezielter einschätzen, um die Rückengesundheit langfristig zu stärken. Dabei hilft unter anderem die Rückenschule.

www.bkk-rueckenfit.de
Portal zur Kampagne

www.ukpt.de
Suche: Rückencheck
Broschüre zum Download

RückenCheck

Wir sind für Sie da.

Unfallkasse Sachsen
Rosa-Luxemburg-Str. 17a
01662 Meißen

+49 (0)3521 7240
Externer Link zur Überprüfung dieser Seite auf standardkonforme Programmierung nach XHTML 1.0  Externer Link zur Überprüfung von Style Sheets  Externer Link zur Erklärung der Stufe AAA der Web Content Accessibility Guidelines 1.0