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Serie: Persönliche Schutzausrüstungen (Teil 1)

SiBe Ausgabe 03/2008

Informationen für Sicherheitsbeauftragte

 

An zahlreichen Arbeitsplätzen und bei vielen Tätigkeiten drohen Gesundheitsgefahren, die den Einsatz von Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) notwendig machen. In unserer neuen Serie wollen wir Ihnen Schritt für Schritt das 1 x 1 der PSA vermitteln. In Teil 1 geht es um allgemeine Grundsätze.

Rechte und Pflichten rund um die PSA
Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, Maßnahmen gegen Unfall- oder Gesundheitsgefahren für die Beschäftigten zu treffen. Dabei muss er nach dem TOP-Prinzip, also in folgender Reihenfolge, vorgehen:
1. Technische Maßnahmen
2.
Organisatorische Maßnahmen
3. Persönliche Schutzausrüstung.

Vor dem Einsatz von PSA müssen also grundsätzlich alle technischen und organisatorischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die Risiken mindern können. Entstehen z. B. an einem Arbeitsplatz gefährliche Dämpfe, muss zunächst die Emission mit technischen Mitteln wie Absaugung etc. reduziert werden, nachdem eine Substitution gefährlicher A Stoffe geprüft wurde. In Frage kommt auch, als organisatorische Maßnahme, eine Reduktion der Expositionszeit. Oft wäre es natürlich – vor allem aus Kostengründen – verlockend, auf technische und organisatorische Maßnahmen zu verzichten und von Anfang an PSA einzusetzen. Dies aber ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen.

Der Arbeitgeber muss den Beschäftigten die für den jeweiligen Arbeitsbereich geeignete PSA kostenlos zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sind Unternehmer und Behörden verpflichtet, den Mitarbeiter über die Pflicht, PSA zu benutzen, zu informieren sowie ihn im Gebrauch der PSA zu unterweisen.

Aber auch Beschäftigte haben Pflichten.Verwendet ein Beschäftigter die vorgeschriebene PSA nicht, kann der Arbeitgeber disziplinarische Maßnahmen ergreifen. Der Unfallversicherungsträger kann ein Bußgeld gegen den Betroffenen verhängen.
Gravierende Folgen kann die PSAVerweigerung im Falle eines Unfalls haben. Der Arbeitgeber kann Beschäftigten den Anspruch auf Fortzahlung von Bezügen verweigern, falls der Unfall bzw. die Unfallfolge eingetreten ist, weil keine PSA benutzt wurde.

Die drei PSA-Kategorien
Persönliche Schutzausrüstungen werden nach Art der Gefahren, gegen die sie schützen sollen, in drei Kategorien eingeteilt:

Kategorie I:
PSA, bei denen der Benutzer selbst die Wirksamkeit gegenüber geringfügigen Risiken beurteilen kann. Dazu gehören z. B. Handschuhe gegen mechanische Risiken.

Kategorie II:
PSA, die zur Abwehr von mittelschweren Risiken dienen, jedoch nicht zur Katogorie III gehören, z. B.

  •  Gehörschützer
  • Industrieschutzhelme
  • Fußschutz.

Kategorie III: PSA, die gegen tödliche Gefahren oder irreversible Gesundheitsschäden schützen. Hier kann der Benutzer die Gefahr nicht immer rechtzeitig oder umfassend erkennen. Hierzu zählen ausschließlich:

  • Atemschutzgeräte
  • PSA, die einen zeitlich begrenzten Schutz gegen chemische Einwirkungen oder ionisierende Strahlung gewährleisten.

Wir sind für Sie da.

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